Mooslargue

Mooslargue
Mooslargue (Frankreich)
Mooslargue (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 31′ N, 7° 13′ OKoordinaten: 47° 31′ N, 7° 13′ O
Höhe 396–462 m
Fläche 5,63 km²
Einwohner 401 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 71 Einw./km²
Postleitzahl 68580
INSEE-Code
Website mooslargue.fr

Bürgermeisteramt (Mairie) und Schule

Mooslargue (deutsch Mooslarg) ist eine französische Gemeinde mit 401 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch und zum Kanton Masevaux-Niederbruck.

Geografie

Die Gemeinde Mooslargue liegt am Grumbach, einem Nebenfluss der Largue im südwestlichen Sundgau und ist etwa 15 Kilometer von Altkirch entfernt. Zu Mooslargue gehört der Ortsteil Niederlarg.

Nachbargemeinden von Mooslargue sind Bisel im Norden, Mœrnach im Osten, Durlinsdorf im Süden, Pfetterhouse im Westen sowie Seppois-le-Haut im Nordwesten.

Mooslargue liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der unter der Lössdecke lagernden Sundgauschotter. Diese sind die Hinterlassenschaft einer einst (im Pliozän und Altpleistozän) über Doubs, Saône und Rhône zum Mittelmeer entwässernden Ur-Aare. Unter den die (oberen) Talhänge bildenden Sundgauschottern liegen die sandig-mergeligen Schichten der oligozänen Elsässer Molasse (Molasse alsacienne).

Geschichte

Die Gemeinde entstand am 1. Juli 1975 aus der Fusion der Gemeinden Moos und Niederlarg.

Der Totenweg folgt ein Stück weit der zwischen Moos und Niederlarg verlaufenden Römerstraße. Der Totenweg war für die Einwohner von Moos einst die Strecke des Leichenzugs zum Friedhof von Dürlinsdorf. Die Klöster Lützel, Saint-Ursanne und Feldbach waren in Moos und Niederlarg begütert.

Die Dörfer gehörten bis 1324 zur Grafschaft Pfirt und kamen dann an Habsburg bis zum Westfälischen Frieden 1648, bei dem der elsässische Besitz der Habsburger an die französische Krone ging. Von 1871 bis 1918 gehörten die Orte zum Reichland Elsass-Lothringen. Beide Orte erlitten im Ersten Weltkrieg schwere Schäden. Die Einwohner der beiden evakuierten Dörfer waren von 1915 bis 1918 im Großherzogtum Baden untergebracht.

Bis 1801 gehörten Moos und Niederlargue zur Pfarrei Dürlinsdorf. 1802 wurde Moos eigenständige Pfarrei.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Mooslargue von den zur Rheinebene vorstoßenden Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny nach heftigen Kämpfen am 19./20. November 1944 von der Naziherrschaft befreit.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 256 264 261 267 268 291 393 417
Kirche St. Blasius

Bauwerke

Sankt Blasius-Kirche ist ein sehr schlichter Bau der Louis-Philippe-Zeit: Eine 1592 urkundlich erwähnte, baufällig gewordene Sankt-Blasius-Kapelle wurde 1841 durch die jetzige Kirche ersetzt. In der Kirche befinden sich drei Statuen aus der Zeit um 1500: Sankt Wolfgang, Sankt Cosmas und Sankt Damian sowie eine Rinckenbach-Orgel aus dem Jahr 1864.

Nach den Kriegsschäden des Ersten Weltkriegs gibt es nur noch wenige Fachwerkbauten. An der Rue de Durlinsdorf das Haus Nr. 12 noch in der altertümlichen Ständerbauweise mit traufwandhohen Wandständern. Dagegen Haus Nr. 4 in der neueren Stockwerkbauweise mit engmaschigerem Fachwerk.

Die Mairie: anspruchsvolle moderne Architektur

Sport

Die FEI-Europameisterschaften im Reining fanden in Mooslargue vom 16.–19. August 2007 statt.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 426–427.
Commons: Mooslargue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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