Diefmatten

Diefmatten
Diefmatten (Frankreich)
Diefmatten (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 42′ N, 7° 7′ OKoordinaten: 47° 42′ N, 7° 7′ O
Höhe 297–381 m
Fläche 3,17 km²
Einwohner 307 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 97 Einw./km²
Postleitzahl 68780
INSEE-Code

Bürgermeisteramt und Schulgebäude

Diefmatten ist eine französische Gemeinde mit 307 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Masevaux-Niederbruck und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.

Geografie

Die Gemeinde Diefmatten liegt im Tal des Largue-Zuflusses Soultzbach, etwa 20 Kilometer südwestlich von Mülhausen nahe der Burgundischen Pforte. Durch den Norden des Gemeindegebietes führt die A 36 (Mülhausen-Besançon).

Nachbargemeinden von Diefmatten sind Soppe-le-Bas im Norden, Gildwiller im Osten und Südosten, Hecken im Süden, Sternenberg im Südwesten sowie Bretten im Westen (Berührungspunkt).

Geologie

Diefmatten liegt im Löss-(lehm)bedeckten Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der unter der Lössdecke lagernden mio-/pliozänen Vogesenschotter.

Geschichte

Diefmatten gehörte bis 1324 zur Grafschaft Pfirt und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam Diefmatten im Westfälischen Frieden 1648 mit dem gesamten habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Diefmatten als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg wurde Diefmatten von französischen Truppen besetzt und blieb bis Kriegsende im Bereich der französischen Schützengräben, aber von Kriegsschäden verschont. Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 die Naziherrschaft, von der sie am 21. November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny befreit wurden.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013 2021
Einwohner 128 158 214 232 227 251 260 281 296

Bauwerke

Die Pfarrkirche Sankt Nikolaus (Église-St.-Nicolas) entstand 1778, Chor und Sakristei 1854. Bis 1868 war Diefmatten ein Filial von Soppe-le-Bas.

Einige gut erhaltene Fachwerkbauten, darunter auch Bauten in der altertümlichen Ständerbauweise, die möglicherweise noch vor dem Dreißigjährigen Krieg entstanden: das Haus Nr. 3 an der Rue de Soppe-le-Bas mit weitabständigem, nur partiell symmetrischem Fachwerk. Noch altertümlicher das Haus Haus Nr. 6 in derselben Straße. Altertümlich auch der Giebel des Hauses Nr. 14. In der neueren Stockwerkbauweise dagegen das stattliche Eckhaus von 1802 gegenüber der Kirche mit regelmäßigem, auf Symmetrie bedachtem Fachwerk und den um 1800 beliebten Stichbogenfenstern.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 302–303.
Commons: Diefmatten – Sammlung von Bildern

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