Omega-Falte

Die Omega-Falte ist eine künstlerische Faltenform.
Definition
Als Omega-Falte wird eine Drapierungsform in der bildenden Kunst definiert, deren Auslauf in Form eines Omegas Ω gestaltet ist. Sie wird von zwei seitlichen Röhrenfalten gebildet. Diese Form des Faltenwurfs findet sich z. B. bei Sandro Botticellis Die Geburt der Venus – La nascita di Venere (1486), Michelangelos Brügger Madonna und Römischer Pietà, eine Variante mit doppelter Omega-Falte bei der Statue des Michelangelo-Buonaroti-Denkmals in Florenz, Raffaels Sixtinischer Madonna in Dresden, eine spätgotisch charakteristisch „knittrige“ Variante der Schule des Lucas Cranach der Ältere veranschaulicht im weißen Kopftuch Mariens der „Verlobung der Hl. Katharina“ im Suermondt-Ludwig-Museum, an der Freiheitsstatue und der Marienfigur am Burtscheider Krankenhaus eine neobarocke Interpretation der Darmstädter Madonna vermutlich ein Werk von Gustav Angelo Venth.
Die Omega-Falte kommt in allen Kunsttechniken (Radierung,[1] Zeichnung,[2] Malerei, Skulptur,[3] Plastik, Grafik, Kunsthandwerk wie Gobelin,[4] Goldschmiedekunst u. a.) und Jahrhunderten vor. Es gibt einige Varianten der Omega-Falte: voluminös ausgestaltet, flach auf dem Boden liegend, aber auch in der Mitte eingeknickt.
Faltenformationen
Weitere Faltenformationen in der Kunst sind:
- Röhrenfalte
- Faltenkaskade, Kaskadenfalten
- Muldenfalten
- Schüsselfalte (ca. 1350–1450)
- Y-Falte
- Faltenbündel
- Faltenwirbel
- Kellerfalte
Aus der Drapierung eines ganzen Gewandteils in Omega-Form[5] entwickelte sich die Muschel, das Muschel-Motiv. Besonders in Renaissance Werken ersichtlich, beispielsweise in Michelangelos „Gottvater-Darstellung“ der Sixtina.
Literatur
- Omega-Falte auf google.de
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Friedrich Wilhelm Marpurg
- ↑ Eine vereinfachte Variante ohne seitliche Röhrenfalten des in der Schweiz geborenen Satirezeichners Fritz von Dardel: „En väska,“ 1896
- ↑ Hl. Dorothea, Utrecht um 1530, Eichenholz, gefasst, SLM
- ↑ „Diana und Aktäon“ 17. Jh. Variante ohne Röhrenfalten im roten Cape des Aktäon, ein Brüsseler Werk, SLM.
- ↑ „Rückansicht einer nackten Tänzerin“; Pompejanische Wandmalerei, Detail, Mysteriensaal der Mysterienvilla; um 60/50 v. u. Z.
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.