U 1200
U 1200 (alle U-Boote)
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|---|---|
| Typ: | VII/C |
| Feldpostnummer: | 42 508 |
| Werft: | Schichau-Werft, Danzig |
| Bauauftrag: | 14. Oktober 1941 |
| Baunummer: | 1574 |
| Kiellegung: | 17. April 1943 |
| Stapellauf: | 4. November 1943 |
| Indienststellung: | 5. Januar 1944 |
| Kommandanten: |
5. Januar 1944 – November 1944 Hinrich Mangels |
| Flottillen: |
8. U-Flottille 5. Januar 1944– 31. August 1944 11. U-Flottille 1. September 1944 – November 1944 |
| Einsätze: | 1 Unternehmung |
| Versenkungen: |
Keine Versenkungen |
| Verbleib: | Im November 1944 aus ungeklärter Ursache verloren |
U 1200 war ein U-Boot vom Typ VII/C, das durch die deutsche Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg im Nordatlantik eingesetzt wurde. Das Boot ging auf seinem ersten Einsatz verloren, es wurden keine Schiffe beschädigt oder versenkt.
Bau und technische Daten
Unmittelbar nach der völkerrechtswidrigen Eingliederung der Freien Stadt Danzig in das Deutsche Reich wurde die Schichau-Werft in das U-Bootbauprogramm miteinbezogen. Bis Kriegsende lieferte die Werft insgesamt 94 U-Boote an die Kriegsmarine, davon der Großteil vom Typ VII C.[1] Der Bauauftrag für U 1200 erging am 14. Oktober 1941 und umfasste insgesamt fünf Boote. Ein Typ VII C war 67,1 m lang und 6,2 m breit und hatte bei Überwasserfahrt eine Reichweite von 6500 Seemeilen. Diese Boote führten 14 Torpedos mit sich, die durch vier Bugtorpedorohre und ein Hecktorpedorohr ausgestoßen werden konnten. Die Kiellegung von U 1200 erfolgte am 17. April 1943, die Indienststellung durch Oberleutnant zur See Hinrich Mangels erfolgte am 5. Januar 1944.[2] Die meisten deutschen U-Boote seiner Zeit führten ein bootsspezifisches Zeichen am U-Boot-Turm, das auch von der Besatzung an Mützen und Schiffchen getragen wurde. Bei U 1200 handelte sich um einen Dreizack.[3]
Einsatzgeschichte
Das Boot war von Januar bis August 1944 als Ausbildungsboot der 8. U-Flottille unterstellt, die in Danzig stationiert war. In dieser Zeit unternahm Kommandant Mangels Übungsfahrten in der Ostsee zum Einfahren des Bootes und zum Training der Besatzung. Ab dem 1. September 1944 war das Boot der 11. U-Flottille in Bergen als Frontboot unterstellt. Das Boot verlegte am 9. September 1944 zusammen mit U 867 von Kiel nach Horten. Am 29. September verlegte U 1200 von Horten zur Marineausrüstungsstelle Kristiansand und machte bai der dortigen Anlegestelle Marviken fest. Dort wurden Proviant und Betriebsmittel ergänzt. Das Boot lief von hier aus zu seiner ersten Unternehmung aus, bei der es im Minchkanal zwischen den schottischen Highlands und den Äußeren Hebriden patrouillieren solle. Kommandant Mangels musste die Fahrt aber aufgrund von Maschinenschäden nach etwa einer Woche abbrechen.[4] U 1200 lief am 17. Oktober zu Reparaturmaßnahmen in Bergen ein.
Verbleib
U 1200 lief am 17. Oktober zu Reparaturmaßnahmen in Bergen ein. Das Boot verließ Bergen erneut am 19. Oktober mit dem Befehl, in der Seine-Bucht zu patrouillieren, erreichte allerdings sein Einsatzgebiet nicht.[4] Das Boot ging aus unbekannter Ursache verloren, das Wrack befindet sich im Ärmelkanal, südöstlich von Start Point, wo es bereits im Jahr 1999 aufgefunden worden war.[5]
Eine frühere Annahme, das Boot sei durch die HMS Pevensey Castle, die HMS Launceston Castle, die HMS Portchester Castle und die HMS Kenliworth Castle südlich von Irland zerstört worden während es auf Grund lag, stellte sich als Irrtum heraus. Der Angriff der Schiffe der britischen Support Group 30 unter dem Befehl von Denys Arthur Rayner, dem glücklosen Kommandanten der HMS Warwick, die von U 413 versenkt worden war, hatte keinem U-Boot gegolten.[5] Rayner hatte in seinem Bericht behauptet, die Versenkung sei bewiesen durch eine aufgetriebene Öldose mit einer Hamburger Adresse.[4]
Weblinks
- U 1200 – U-Boot-Archiv Wiki. Abgerufen am 25. Juni 2026.
Einzelnachweise
- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. 1997, S. 240–245.
- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. 1997, S. 140–141.
- ↑ Georg Högel: Embleme Wappen Malings deutsche rU-Boote 1939–1945. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2009, ISBN 978-3-7822-1002-7, S. 168.
- ↑ a b c Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne Verlag, 1999. ISBN 3-4531-6059-2. Seite 735 u. 738
- ↑ a b Axel Niéstle: German U-Boat Losses during World War II Details of Destruction. Frontline Books, Barnsley 2014, ISBN 978-1-84832-210-3, Seite 131 und Seite 228
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