Tschigil

Tschigil oder Tschigilen (türkisch Çiğil, auch Chigil geschrieben) ist der Name eines historischen Turkvolkes. Die Tschigil lebten ursprünglich am Altai und bildeten einen Teil der späteren Stammesföderation der Kyptschaken. Dort wurden sie unter anderem mit dem Clan der Kimek in Verbindung gebracht. Quellen erwähnen diese Volksgruppe vom 8. bis ins 13. Jahrhundert als einen der wandernden Stämmen in der Region Turkestan.[1]

Geschichte

Als im 6. Jahrhundert die Kyptschaken nach Westen zogen, verblieben die Tschigil zunächst in der Altai-Region. Dort wurden sie ab 552 vom Stamm der „Türk“ unter ihrem Großkhan Bumin Ilkhan unterworfen.

In der Mitte des 7. Jahrhunderts waren die Tschigilen eine von drei Stammesgruppen, die sich als Konföderation der Karluken zusammengetan hatten, die anderen beiden Stämme waren die Bulak und die Taschlyk.[2] zogen Teile der Tschigil aus der Altai-Region in westlicher Richtung ab und ließen sich in der Nähe des Aralsees nieder. Sie siedelten zwischen den Turkstämmen der Türgesch und der Oghusen. Mit letzteren führten die Tschigil auch Kriege um die wenigen ertragreichen Weideplätze in der Region.

Weitere Teile der Tschigil ließen sich südwestlich des Yssykköl nieder. Dort lebten sie weiterhin nach Nomadentradition zwischen der Region Taras und der Stadt Kaschgar.

Teile der Tschigil wanderten während der Zeit der Seldschuken nach Anatolien ein[1] und jene, die in den Steppen Transoxaniens lebten, wurden ab dem 10. Jahrhundert von diesen den unterworfen und wurden im 11. Jahrhundert wieder unabhängig. Sie erschienen bei Mahmud al-Kāschgharī als eine nomadische Stammesföderation, die aus drei Stämmen bestand.[3]

Im 13. Jahrhundert erscheinen die Tschigil als Vasallen des Choresm-Schahs. So wurden 1220 auch die Tschigil von den Mongolen unter Dschingis Khan unterworfen und gehörten ab etwa 1226 zum Tschagatai-Khanat.

Einzelnachweise

  1. a b Türkistan’ın Büyük Türk Boylarından Çiğiller ve Anadolu’da İskân İzleri – Chigils Thouse One of The Big Turkısh Parathies of Turkestan and Their Settlement Tracks (dergiler.ankara.edu.tr PDF).
  2. Karluken, Ogusen, Kiptschaken. In: Kasachstan 2016 Daten – Fakten – Hintergründe. (botschaft-kaz.de PDF, S. 35).
  3. Faruk Sümer: Oğuzlar. Ankara 1967, S. 27 (docs.google.com).

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.