Tote Rahm
Naturschutzgebiet Tote Rahm
| ||
Naturschutzgebiet "Tote Rahm" | ||
| Lage | Kempen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland | |
| Fläche | 98,53 ha | |
| Kennung | VIE-002 | |
| WDPA-ID | 165934 | |
| FFH-Gebiet | 94,53 ha | |
| Geographische Lage | 51° 24′ N, 6° 28′ O | |
|
| ||
| Einrichtungsdatum | 1929 | |
| Rahmenplan | Landschaftsplan Untere Niers–Tönisberger Höhen | |
| Verwaltung | Untere Landschaftsbehörde des Kreises Viersen | |
Das Naturschutzgebiet Tote Rahm liegt in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Kempen im Kreis Viersen. Es ist rund 98 Hektar groß und wurde erstmals 1929 unter Schutz gestellt. Das Gebiet befindet sich im Bereich des Schadbruchs, auf beiden Seiten der Tönisberger Straße zwischen den Ortsteilen St. Hubert und Tönisberg in der Nähe der als Ausflugslokal bekannten Gaststätte Waldschenke.
Das Naturschutzgebiet (NSG-Kennung VIE-002) ist – mit Ausnahme von drei kleineren Randflächen – weitgehend deckungsgleich mit dem etwas kleineren FFH-Gebiet Tote Rahm (Kennung DE-4504-302). Dadurch gehört es zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.
Beschreibung
Historisch handelt es sich um ein rund 10.000 Jahre altes nacheiszeitliches Niedermoorgebiet,[1] das ehemals als nassestes Moor von St. Hubert bezeichnet wurde. Das Gebiet war so durchfeuchtet, dass eine vollständige Melioration (Trockenlegung), wie in anderen Gebieten, nicht möglich war. Als „tot“ wurde das Gebiet bereits vor langer Zeit bezeichnet, da es nicht nutzbar, also „wertlos“ für wirtschaftliche Nutzung war. Mehrere Flurnamen im Bereich verweisen auf diesen Umstand.
Die Tote Rahm ist mittlerweile als reich strukturierter Feuchtwaldkomplex mit mehreren oligo-mesotrophen kalkreichen Gewässern zu beschreiben.[2] Bemerkenswert sind die Armleuchteralgen-Vegetation, Reste von Schneiden-Röhrichten und ausgedehnte bachbegleitende Erlen-Eschen-Auwälder.[2] Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sank der Grundwasserpegel allerdings um bis zu zwei Meter ab, so dass teilweise Baumwurzeln trocken liegen.[1]
Die Flächen des Naturschutzgebiets gehört teilweise der Stadt Kempen, dem Kreis Viersen, mehreren Landwirten und Privatpersonen.[1]
Im Osten der Toten Rahm schließt direkt das im Stadtgebiet von Krefeld gelegene Naturschutzgebiet Orbroich an. Im Westen grenzt der Bereich Elsdonker Rahm unmittelbar an die Tote Rahm.
Siehe auch
Weblinks
- Naturschutzgebiet „Tote Rahm“ (VIE-002) im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen
- Natura-2000-Gebiet: „DE-4504-302 Tote Rahm“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen
Einzelnachweise
- ↑ a b c Tom Krebs: St. Hubert: Die grüne Lunge verödet. In: Westdeutsche Zeitung. 2. August 2009, abgerufen am 17. April 2016.
- ↑ a b Tote Rahm: Schutzziele und Maßnahmen im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 11. März 2017. (PDF; 12 kB)
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.



