Stowa
| STOWA
| |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1927 |
| Sitz | Pforzheim, Deutschland |
| Leitung | Daniel T. Roy (CEO) & Alexander Gutierrez-Diaz (CCO) |
| Branche | Uhrenmanufaktur |
| Website | www.stowa.de |
STOWA ist ein deutscher Luxusuhrenhersteller, der 1927 von Walter Storz gegründet wurde und seinen Sitz in Pforzheim hat. Der Name ist ein Kofferwort aus den Namen des Gründers, Storz Walter. Von 1996 bis 2021 befand sich STOWA im Besitz von Jörg Schauer. Am 1. Juli 2021 wurde Stowa Teil der Tempus Arte GmbH & Co. KG, zu der auch die Uhrenmanufaktur Lang & Heyne Dresden und die UhrenWerke-Dresden (UWD) gehören.
Geschichte
1927: Gründung von STOWA durch Walter Storz in Hornberg/Kinzigtal, Deutschland. Der Name setzt sich aus „STO“ für Storz und „WA“ für Walter zusammen.
1935: Umzug in ein neues gemietetes Gebäude in Pforzheim, Deutschland.
1938: Bau des STOWA-eigenen Gebäudes in der Bismarckstraße 54 in Pforzheim, Deutschland.
1938: Vorstellung der Bauhaus-Uhren (auf denen die heutige Antea-Kollektion basiert).
1939: Produktionsstart der STOWA Marine Beobachtungsuhr und der großen B-Pilotenuhren (55 mm), die im Zweiten Weltkrieg von der Luftwaffe in Auftrag gegeben wurden. Beide Grunddesigns sind in verschiedenen Varianten im aktuellen Sortiment zu finden. STOWA war einer von nur fünf Herstellern dieser Uhren (die anderen waren A. Lange & Söhne, Laco, Wempe und IWC).
1945: Am 23. Februar 1945 wird das STOWA-Gebäude durch den Bombenangriff der Alliierten auf Pforzheim zerstört.
1945: Inbetriebnahme der neuen Uhrenfabrik von STOWA in Rheinfelden, Baden-Württemberg, in der Nähe von Basel, Schweiz.
1947: Walter Storz wird Gründungsmitglied des Verbandes der Uhrenindustrie.
1951: Der Bau des neuen STOWA-Werks in Rheinfelden wird abgeschlossen. Parallel dazu wird der neue Firmensitz in Pforzheim neu errichtet.
1954: Gründung der RUFA (Rheinfelder Uhrteilefabrik). Dies führt zur Produktion von RUFA-Anti-Shocks für PUW- und DUROWE-Uhrwerke. Das Werk in Rheinfelden wird erweitert.
1960: Werner Storz, Sohn von Walter Storz, tritt in das Unternehmen ein und übernimmt die Leitung des Vertriebs im Ausland.
1963: Die Markenrechte für STOWA Seatime werden gesichert (Vorläufer der heutigen Prodiver-Kollektion).
1966: Das Werk in Rheinfelden wird weiter ausgebaut.
1970: STOWA stellt auf der Uhrenmesse in Hannover den „kleinsten Wecker der Welt“ vor. Die Uhrenkollektion umfasst rund 1.000 verschiedene Uhrenmodelle[1]
1974: Walter Storz stirbt. STOWA wird Partner und Mitglied der deutschen Uhrenkooperation Pallas, deren vorrangiges Ziel es ist, Fachhändler und Einzelhändler mit einer Kollektion marktgerechter und trendsetzender Uhren, gezielter Werbung und Kundenservice auf höchstem Niveau zu versorgen.
1996: Jörg Schauer übernimmt STOWA und alle Markenrechte von Werner Storz.
1997: 70-jähriges Jubiläum von STOWA. Eine Fliegeruhr in limitierter Auflage mit Unitas-6300N-Uhrwerk wird vorgestellt.
1998: Werner Storz stirbt
2002: 75-jähriges Firmenjubiläum von STOWA. Anlässlich dieses Jubiläums wird eine limitierte Auflage der Fliegeruhr „Bremen D 1167“ angeboten. Diese limitierte Auflage ist eine Hommage an das Flugzeug „Bremen“, das 1928 als erstes Flugzeug den Atlantik nonstop von Ost nach West überquerte.
2007: 80-jähriges Jubiläum von STOWA. Einführung von zwei Fliegeruhren in limitierter Auflage: „Flieger Automatic“ und „Flieger Original“.
2008/2009: Umzug in ein neues Produktionsgebäude in Engelsbrand, Pforzheim. Hier befand sich neben der Manufaktur ein STOWA-Hausmuseum mit mehreren historischen, von STOWA hergestellten Uhren.
2010: Einführung des STOWA-Chronographen, der auf dem Design einer früheren Taschenuhr basiert. Markteinführung der Flieger Baumuster B mit B-Zifferblatt. (Von der ursprünglichen 55-mm-Pilot-B-Zifferblatt-Uhr wurden während des Zweiten Weltkriegs nur 42 Exemplare hergestellt, was die ursprüngliche Pilot-B-Uhr zu einer der seltensten großen Fliegeruhren aller Zeiten macht.)
2021: Stowa wird Teil der Tempus Arte GmbH & Co. KG.
2022: STOWA feiert sein 95-jähriges Jubiläum.
2023: Im Jahr nach ihrem 95-jährigen Jubiläum erhält die Marke im Rahmen eines Marken-Relaunches einen kompletten neuen Auftritt. Das Unternehmen kehrt nach Pforzheim zurück – „zurück zu den Wurzeln“ – wo es den größten Teil seiner Geschichte verbracht hat.
2024: STOWA bringt das erste hauseigene Uhrwerk M1 auf den Markt.
2026: STOWA geht eine neue Partnerschaft mit der FIA-World Rally Championship (WRC) ein. In den kommenden WRC-Saisons wird STOWA als offizieller Zeitnehmer und Uhrenpartner der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft fungieren und damit eine der renommiertesten Motorsportserien der Welt unterstützen.[2]
Uhren-Modelle
Seit 2020 bietet STOWA mehrere Modellreihen an:
- Antea: Nachbau eines Original-STOWA-Entwurfs aus den 1930er Jahren.[3]
- Ein neu interpretiertes Bauhaus-Design, das in Zusammenarbeit mit dem Designer Hartmut Esslinger 2014 vorgestellt wurde.[4]
- Chronograph: Chronographen-Modelle, die auf historischen Taschenuhr-Designs basieren.[5]
- Flieger (Pilot): Eine Hommage an das ursprüngliche Design der Beobachtungsuhren (B-Uhr).[6][7]
- Flieger Verus: Fliegeruhren im modernen design.[8]
- Marine: In Anlehnung an die in der Seefahrt verwendeten Marinechronometer.[9]
- Partitio: Eine vom Bauhaus-Design inspirierte Uhr, die einem STOWA-Entwurf aus den 1930er Jahren nachempfunden ist.[10]
- Prodiver: Sporttaucheruhren mit einer Wasserdichtigkeit von 1000 m. Das Design des Zifferblatts und der Zeiger ist von den klassischen STOWA Seatimes inspiriert.[11][12]
- Fieldwatch: Eine von militärischem Design inspirierte Toolwatch.[13]
Bei den Uhrwerken der STOWA-Uhren handelt es sich um Sellita- und ETA-Uhrwerke mit aufwendiger Verzierung sowie – im Hinblick auf das eigene M1 Kaliber – um mechanische Modifikationen.
Vertrieb
Seit etwa 2001/02 verkauft STOWA den Großteil seiner Uhren direkt an den Kunden – über seine Website oder direkt ab Manufaktur in Pforzheim. Durch diesen Direktvertrieb an den Verbraucher werden Vertriebskosten minimiert, sodass STOWA hochwertige Uhren zu wettbewerbsfähigeren Preisen anbieten kann als bei herkömmlichen Groß- und Einzelhandelsmodellen.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Rheinfelder Anzeiger, 29. April 1970
- ↑ Stowa wird Official Timekeeper der WRC World Rally Championship: Pforzheimer Manufaktur setzt auf Motorsport. 12. Januar 2026.
- ↑ Stowa Antea - Legendary Bauhaus Design Under the Microscope. In: Architectural Lab. 28. Mai 2019, abgerufen am 30. September 2020 (englisch).
- ↑ Ilya Ryvin: Stowa back to bauhaus review. In: Worn & Wound. 25. November 2015, abgerufen am 30. September 2020 (englisch).
- ↑ Jens Koch: Beautifully Bicompax: Comparing Chronographs from Stowa, Staudt, and Frederique Constant. In: Watch Time. 15. Juni 2020, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Robert-Jan Broer: Hands-On With The Stowa Flieger Klassik 40. In: Fratello Magazine. 3. Mai 2017, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Ilya Ryvin: Stowa Flieger Review. In: Worn & Wound. 19. Februar 2014, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Patrick Kansa: Getting back to basics with the Stowa Flieger Verus 40. In: The Wrist Watch Review. 19. Juli 2018, abgerufen am 30. September 2020 (englisch).
- ↑ Felix Scholz: In-Depth The Stowa Marine Original. In: Hodinkee. 6. Mai 2013, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Stowa Partitio. In: The Watch Clicker. 8. April 2019, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Inside & Out: The Stowa Seatime Prodiver. In: Timepiece Chronicle. 1. Juli 2016, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Deep down with the Stowa Seatime Prodiver White. In: A Chickenwrists Delight. 22. Februar 2019, abgerufen am 1. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Stowa Introduces the Field Watch Terra Collection. In: Worn & Wound. 4. Mai 2026, abgerufen am 9. Juni 2026 (englisch).
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