Stiebitz
Stiebitz Sćijecy Stadt Bautzen
| |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 11′ N, 14° 24′ O |
| Höhe: | 210 m |
| Fläche: | 4,7 km²[1] |
| Einwohner: | 576 (31. Dez. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 122 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1994 |
| Postleitzahl: | 02625 |
| Vorwahl: | 03591 |
Lage von Stiebitz in Bautzen
| |
Herrenhaus Rattwitz
| |
Stiebitz, obersorbisch , ist ein Dorf mit knapp 600 Einwohnern in Ostsachsen und seit dem 1. Januar 1994 ein Ortsteil der Stadt Bautzen. Stiebitz liegt etwa zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums, gliedert sich in die alten Dörfer Stiebitz und Rattwitz (Ratarjecy) und gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in der Oberlausitz.
Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.[3]
Durch den Ortsteil Stiebitz verläuft die Staatsstraße 111 nach Bischofswerda.
Geschichte
Stiebitz war eines der alten Ratsdörfer von Bautzen. Es wurde 1242 erstmals als Herrensitz des Martinus von Stewicz erwähnt.[4] Schon um 1500 gehörte die Ortsflur zum Wassereinzugsgebiet der Alten Wasserkunst. Sowohl die Alte Dresdener Straße als auch die 1820 fertiggestellte Neue Dresdener Straße führten durch den Ort. 1936 wurde Rattwitz eingemeindet.
Stiebitz war ab 1890 Abzweigpunkt der Bahnstrecke in das bis dahin wenig infrastrukturell erschlossene Gebiet nördlich von Bautzen. Hier wurden zu verschiedenen Zeiten moderne Stellwerke und Haltepunkte errichtet.
Im alten Rattwitzer Rittergut befand sich bis vor wenigen Jahren ein Altenheim, heute steht es leer. Zu Lebzeiten von Abraham von Nostitz ist bekannt, dass die Fronbauern vor ihrem brutalen Fronherren flohen, so dass das Gut zeitweilig verödete.
Bevölkerung und Sprache
Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 96, darunter 70 Sorben (73 %) und 26 Deutsche.[5] Der Sprachwechsel zum Deutschen erfolgte überwiegend im Zuge des sprunghaften Bevölkerungswachstums in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ernst Tschernik zählte 1956 in der Gemeinde Stiebitz einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 6,7 %, darunter nur vier Jugendliche.[6]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gemarkungen Stiebitz und Rattwitz, Stadt Bautzen. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.
- ↑ Bautzen in Zahlen 2025. In: www.bautzen.de. Abgerufen im März 2026.
- ↑ Hauptsatzung. (PDF; 227 kB) § 16. In: Webauftritt. Stadt Bautzen, abgerufen im März 2026.
- ↑ Vgl. Stiebitz im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- ↑ Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.
- ↑ Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 246.
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.

