Sputnik 40

Sputnik 40
Sputnik Jr
RS-17
Typ: Amateurfunksatellit
Land: Frankreich Frankreich Russland Russland
Betreiber: Rosaviakosmos
Aéro-Club de France
AMSAT-France
COSPAR-ID: 1997-058C
Missionsdaten
Masse: 4 kg
Größe: Kugel mit 23 cm Durchmesser
Start: 3. November 1997, 15:08:57 UTC
Startplatz: Kosmodrom Baikonur
Status: verglüht am 21. Mai 1998
Bahndaten
Bahnneigung: 51,6°[1]
Apogäumshöhe 382 km
Perigäumshöhe 376 km

Sputnik 40 (russisch Спутник 40, französisch Spoutnik 40) auch Sputnik Jr, Radio Sputnik 17 und RS-17 war ein französisch-russischer Amateurfunksatellit, der 1997 zum Gedenken an den vierzigsten Jahrestag des Starts von Sputnik 1, dem ersten künstlichen Satelliten der Welt, ins Leben gerufen wurde. Der Satellit bestand aus einem Modell des Sputnik 1 im Maßstab 1:3 und wurde von Schülern im Polytechnischen Labor von Naltschik in Kabardino-Balkarien gebaut. Der Telemetriesender wurde von Schülern des Jules Reydellet College in La Réunion mit technischer Unterstützung der AMSAT-France gefertigt.

Mission

Sputnik 40 wurde zusammen mit einem Ersatzexemplar (Sputnik 40-2) an Bord der Progress-M 36 am 5. Oktober 1997 gestartet und zur Raumstation Mir gebracht. Am 3. November 1997 wurde der Satellit während eines Außenbordeinsatzes der Kosmonauten Anatoli Solowjow und Pawel Winogradow in Betrieb genommen und in eine eigene Umlaufbahn entlassen. Sputnik 40 verfügte über einen 250-mW-Telemetrie-Sender, der wie das Original Sputnik 1 die Innentemperatur als Funktion eines Audio-Signales übertrug. Das Signal wurde weltweit von Funkamateuren empfangen.[2] Am 29. Dezember 1997 stellte Sputnik 40 den Betrieb ein, nachdem die Batterien verbraucht waren. Am 21. Mai 1998 verglühte der Satellit. Der Ersatzsatellit verblieb an Bord und verglühte am 23. März 2001 beim Absturz der Mir.

Frequenzen

  • 145,820 MHz FM – Telemetrie

Start

Der Sputnik 40 Raketenstart fand an Bord der Progress M-36 statt.[3] Eine Soyuz-U Trägerrakete brachte das Raumfahrzeug vom Baikonur Cosmodrome in Kazakhstan aus in die Umlaufbahn. Dieselbe Startrampe wurde für Sputnik 1 verwendet.[3] Am 8. Oktober dockte die Progress M-36 an die Mir[4] und der Satellit wurde an die Raumstation übergeben. Am 3. November um 04:05 Uhr UTC,[5] während eines Außenbordeinsatzes, wurde Sputnik 40 von den Kosmonauten Anatoly Solovyev and Pavel Vinogradov eingesetzt.[6]

Umlauf

Am 4. November, der Tag nach dem Einsetzen, war Sputnik 40 in einem niedrigen Erdorbit mit einem Perigäum von 376 Kilometern (234 Meilen), einem Apogäum von 382 Kilometern (237 Meilen), einer Inklination von 51,6° und einer Periode von 92,13 Minuten[3]. Dem Satelliten wurde die internationale Signatur 1997-058C gegeben und er wurde von dem United States Space Command als 24958 katalogisiert[7]. Der Satellit wurde am 29. Dezember 1997 arbeitsunfähig, weil seine Batterien ausliefen[8][9]. Daraufhin sank er 1998, am 21. Mai, aus der Umlaufbahn ab[3]. Der Ersatzsatellit blieb an bord der Mir und wurde zusammen mit der Mir zerstört, als diese am 23. März 2001 aus der Umlaufbahn zum Absturz gebracht wurde[10].

Einzelnachweise

  1. Gunter Krebs: Sputnik 40, 41, 99 (RS 17, 18, 19). In: Gunter's Space Page. 11. Dezember 2017, abgerufen am 24. März 2019 (englisch).
  2. Andreas Bilsing: Der Sputnik-Nachbau RS-17. 23. November 1997, abgerufen am 24. März 2019.
  3. a b c d Jonathan McDowell: Launch Log. In: Jonathan's Space Page. Abgerufen am 15. August 2011.
  4. Mark Wade: Progress-M. In: Encyclopedia Astronautica. Archiviert vom Original am 10. Juli 2009; abgerufen am 15. August 2011.
  5. Jonathan McDowell: Issue 339. In: Jonathan's Space Report. 5. November 1997, abgerufen am 15. August 2011.
  6. Mark Wade: Mir. In: Encyclopedia Astronautica. Archiviert vom Original am 23. Dezember 2008; abgerufen am 15. August 2011.
  7. "SPACEWARN Activities, SPX-529". NASA. 1. Dezember 1997. Abgerufen am 15. August 2011.
  8. "Sputnik: First Artificial Satellite". 30. August 1997. Archiviert vom Original am 5. Dezember 2006.
  9. "Tiny Beeping Model Tossed From Station". Space Today Online. Aufgerufen am 15. August 2011.
  10. Krebs, Gunter. "Sputnik 40, 41, 99 (RS 17, 18, 19)". Gunter's Space Page. Abgerufen am 15. August 2011.

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