Spona

Spona

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Im Hintergrund das N-2000-Gebiet Spona

Im Hintergrund das N-2000-Gebiet Spona

Lage Gortipohl, St. Gallenkirch, Bezirk Bludenz, Vorarlberg, Österreich
Fläche 25,77 ha
WDPA-ID 555789910
Natura-2000-ID AT3433000
Geographische Lage 47° 0′ N, 10° 1′ OKoordinaten: 47° 0′ 25″ N, 10° 0′ 38″ O
Spona (Vorarlberg)
Spona (Vorarlberg)
Meereshöhe von 920 m bis 1320 m
Einrichtungsdatum 2016
Verwaltung Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt. IVe – Umwelt- und Klimaschutz
Karte mit der Westsilvretta, Spona ist mit einer Notiz markiert (bei Gortipohl)

Spona ist die Bezeichnung für ein Europaschutzgebiet (Natura-2000-Gebiet) im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Es handelt sich um ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet nach Richtlinie 92/43/EWG. Wichtigstes Ziel der Ausweisung als Europaschutzgebiet ist der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der natürlichen Laubwaldgesellschaften, insbesondere der für das Montafon typischen bodensauren Hainsimsen-Buchenwälder (Luzulo-Fagetum).[1]

Lage

Politische Lage

Das Schutzgebiet liegt direkt oberhalb von Gortipohl, einem Ortsteil der Gemeinde St. Gallenkirch. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Bludenz. Die Südostseite des Schutzgebietes grenzt an die Gemeinde Gaschurn.[2][3]

Regionale Lage

Spona liegt im Haupttal des Montafons, konkret im Inneren Montafon. An der Südspitze des Schutzgebiets ist der nicht ebene Talboden nur 560 m breit, danach steigen die Berghänge beidseits steil an.

Gebirgsgeographische Lage

Gebirgsgeographisch liegt das Schutzgebiet im Madererkamm des Verwalls, am Südwestfuß des Grappeskopfs. Direkt am Berghang befindet sich eine rote Zone der Wildbach- und Lawinenverbauung, deshalb ist der Wald auch ein unentbehrlicher Schutzwald.[4]

Beschreibung

Die bodensauren Buchenwälder gelten als Besonderheit des Montafons, die ansonsten sehr selten sind in Vorarlberg. Die Kombination aus alpiner Lage, südexponierten steilen Hängen und sauren Böden auf Silikatfelsen und Orthogneis ermöglicht diese besondere Artenvielfalt.[5]

Die früher kaum und heute nicht genutzten Wälder besitzen zwar von Natur aus eine eher artenarme Kraut- und Strauchschicht, aber sie sind reich an Tot- und Altholz und dadurch Lebensräume für zahlreiche teils auch bedrohte Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.[6]

Der Sauerboden-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) ist der letzte große Laubwald auf der rechten Talseite des Montafons. Vorkommende Arten sind unter anderem:[7]

Die gebietsspezifischen Schutzgüter sind die Lebensräume:

Nur eine Art nach Anhang II der FFH-RL (RL 92/43/EWG) zählt zu den gebietsspezifischen Schutzgütern, das Grüne Gabelzahnmoos (Dicranum viride).[8]

Einzelnachweise

  1. a b Spona. In: Naturvielfalt. Abgerufen am 19. Juli 2026.
  2. Schutzgebiete. Abgerufen am 19. Juli 2026.
  3. Verwaltungsgrenzen. Abgerufen am 19. Juli 2026.
  4. Gefahrenzonen. Abgerufen am 19. Juli 2026.
  5. Europaschutzgebiet Spona. Abgerufen am 19. Juli 2026 (österreichisches Deutsch).
  6. a b c Biotope Vorarlberg. Abgerufen am 19. Juli 2026.
  7. Biotopinventar. Abgerufen am 19. Juli 2026.
  8. Europaschutzgebiet Spona - Schutzgüter und Erhaltungsziele. Land Vorarlberg, abgerufen am 19. Juli 2026.

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