Schema f

Schema f

Gründung 1976
Ort Zürich Welt-IconKoordinaten: 47° 24′ 52,5″ N, 8° 32′ 39,9″ O; CH1903: 683451 / 252116
Website schema-f.fembit.ch/

schema f ist der Name der ersten Frauenbibliothek der Schweiz, die 1976 ihren Anfang mit der Schenkung von 200 Büchern im Frauenzentrum Zürich in der Lavaterstrasse nahm und von 1991 bis 1996 unter dem Begriff «frauenlesbenbibliothek» firmierte.

Geschichte

Der Einrichtung einer spezifischen Bibliothek für frauenbezogene Themen lag der Gedanke zugrunde, dass die Arbeitsgruppen der Frauenbefreiungsbewegung (FBB) Zürich die für sie nötige Literatur dort finden sollten. Die Frauenprojekte zogen gemeinsam im Jahr 1980 in die Mattengasse 27 um, und bis zur vorläufigen Schliessung des Frauenzentrums im April 2008 wuchs der Bestand an frauenspezifischer Literatur auf rund 13'000 Bücher an, die dann zunächst für etwas mehr als 10 Jahre eingelagert werden mussten. Im September 2018 wurde sie wiedereröffnet. Dies zusammen mit der Politisch-Philosophischen Bibliothek aus dem Archiv der Zeitschrift Widerspruch unter dem Vereinsnamen bücherraum f an der Jungstrasse 9 in Zürich-Seebach, nahe vom Bahnhof Oerlikon. Mit dieser Bibliothek teilt sich schema f die Räume mit insgesamt 120 m² an Fläche.[1][2] Zum 20-jährigen Bestehen 1996 wurde der seit 1991 bestehende Name frauenlesbenbibliothek in schema f geändert mit dem Claim: die bibliothek für freche frauen, fantasievolle feministinnen und furchtlose lesben.[3] Sie wird getragen von Monika Zemp, Clara Zellweger, Monika Saxer und Francis Uhler.

Sammlungsschwerpunkte und Katalogisierung

Besonderes Merkmal der Frauenbibliothek ist die Verschlagwortung nach dem feministischen Thesaurus Wien[4], die unter anderem den Kampf um das Recht auf Abtreibung, Belästigung am Arbeitsplatz, Vergewaltigung, Rollenbilder, Kinderkrippen, Vertretung in der Politik, Coming Out oder Frauenbewegungen in der ganzen Welt thematisieren.

«…und in Buchhandlungen konnte es vorkommen, dass diese Bücher unter der Rubrik ‹Turnen und Sport› eingereiht waren.»

Ayse Nesrin: Untergrund-Blättle[5]

Im Themenfeld Frauengeschichte und Literatur aus Frauensicht konnte die Bibliothek folgendes sichern:

sowie Broschüren von

Neben dem grossen Bestand an Büchern von, über und für Lesben, auch Lesbencomics und -gedichte, und den historischen Beständen bietet schema f auch noch speziell die Bereiche Lesbenkrimis, Frauenkrimis und Literatur zu Kunst und Kultur von Frauen. An Medien finden sich des Weiteren Videos, Musikkassetten, Protestknöpfe sowie eine Postkartensammlung. Aus Platzmangel sind rund 200 Zeitschriften und die Plakatsammlung als Leihgabe im Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich ausgelagert.[3]

Einzelnachweise

  1. Das männerfreie Naherholungsgebiet. (PDF) Abgerufen am 19. April 2023.
  2. Frauenlesbenbibliothek schema f. In: schema-f.fembit.ch. Abgerufen am 14. Mai 2024.
  3. a b Eintrag von schema f im ida Dachverband. Abruf vom 14. Mai 2024
  4. ThesaurA 1996 Frida Wien Abgerufen am 1. Mai 2026
  5. Einleitungstext zum Podcast vom 7. Januar 2013: Die Frauenlesbenbibliothek von Zürich stellt sich vor. In: untergrund-blättle.ch. 15. Mai 2024.

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