SIMpad

Das SIMpad war ein von Siemens Schweiz im Jahre 2001 auf den Markt eingeführter Tabletcomputer. Die Entwicklung stammt von der Firma Keith & Koep.
Es war mit einem berührungssensitiven Touchscreen für die Bedienung mit einem Stift ausgelegt und konnte beispielsweise als Webpad, E-Text-Reader oder zum Wardriving eingesetzt werden. Es war als Universal-Fernbedienung auch Bestandteil der Technik im Futurelife-Haus.[1]
Modelle
Es gab mehrere Modellvarianten, von denen jedoch keine mehr produziert wird:
- SL4 (Modell S842): Von Siemens selbst vertriebenes Modell mit 64 MB RAM und 32 MB Flash
- SLC (Modell S843): Wie SL4, enthielt aber zusätzlich ein DECT-Modem, mit dem man über bestimmte Siemens-ISDN-Telefonanlagen surfen konnte.
- CL4 (Modell C421): Kleine Version des SLC mit nur halbsoviel Speicher, aber ebenfalls mit DECT-Modem: 32 MB RAM und 16 MB Flash. Dieses Modell hatte keinen PCMCIA-Schacht.
- T-Sinus Pad: Eine von der Telekom vertriebene Variante des CL4, jedoch mit PCMCIA-Schacht. Es hatte ebenso ein DECT-Modem.
- WP50 (Modell C420): Eine von der Swisscom vertriebene Variante des CL4 mit DECT-Modem, aber ebenfalls ohne PCMCIA-Schacht.
| Modell | Kennung | RAM | ROM | DECT-Modem | PCMCIA |
|---|---|---|---|---|---|
| Siemens SL4 | S842 | 64 MB | 32 MB | Nein | Ja |
| Siemens SLC | S843 | 64 MB | 32 MB | Ja | Ja |
| Siemens Gigaset CL4 | C421 | 32 MB | 16 MB | Ja | Nein |
| Telekom T-Sinus Pad | 32 MB | 16 MB | Ja | Ja | |
| Swisscom WP50 | C420 | 32 MB | 16 MB | Ja | Nein |
Hardware
Alle Versionen enthielten:
- als Prozessor einen Intel StrongARM SA-1110 mit 206 MHz
- einen 8,4 Zoll großen LCD-Bildschirm mit 800×600 Pixeln
- einen Slot für 16-bittige PCMCIA-Karten, nicht im WP50
- einen USB-Client-Port als Typ-B-Buchse
- eine IrDA-Schnittstelle
- eine serielle Schnittstelle (in proprietärem Format – Lumberg-Buchse)
- einen Kopfhörer- und Mikrofonanschluss (mit in der Buchse der seriellen Schnittstelle)
- einen Mono-Lautsprecher
- ein Mikrofon, nicht im CL4
- einen Lithium-Ionen-Akku mit 2800 mAh; die Modelle CL4, T-Sinus und WP50 mit nur 1400 mAh Kapazität
Alle Geräte hatten ein Gewicht von etwa 1 kg bei Maßen von 180 × 263 × 28 mm.
Software
Als Betriebssysteme gehörten Windows CE Version 2.12 (CL4), 3.0 (alle Modelle) oder 4.0 (nur SL4 und SLC, auch bekannt als CE.net) zum Lieferumfang. Updates auf Windows CE 4.1 und 4.2 waren im Internet verfügbar, bzw. kommerziell erhältlich.
Da es sich bei allen SIMpads um ausgelaufene Modelle handelt, ist inzwischen kein Herstellersupport mehr verfügbar. Das Familiar-Projekt bot eine auf OpenEmbedded basierende Linux-Portierung für alle SIMpad-Modelle.
Einzelnachweise
- ↑ FUTURELIFE-Haus ( des vom 16. September 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Weblinks
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