Roderich Kreile

Roderich Kreile in der Dresdner Kreuzkirche (Juni 2012)

Roderich Kreile (* 17. Dezember 1956 in München)[1] ist ein evangelischer Kirchenmusiker, Chorleiter und Hochschullehrer. Als 28. Kreuzkantor nach der Reformation leitete er von 1997 bis 2022 den Dresdner Kreuzchor.

Leben und Werk

Kreile studierte Kirchenmusik und Chorleitung in München (A-Examen). 1981 trat er die A-Kantorenstelle an der Christuskirche in München an. Von 1989 bis 1996 lehrte er Chorleitung an der Musikhochschule München, wo er zuletzt eine Professur innehatte. Seine Ernennung zum Kirchenmusikdirektor folgte 1990, 1994 übernahm er zusätzlich die Einstudierung des Philharmonischen Chores München. 2010 wurde er als Mitglied in die Sächsische Akademie der Künste berufen. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft und Mitglied im Beirat der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft.

Unter ihm nahm der Dresdner Kreuzchor zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland wahr. Tourneen führten den Chor unter seiner Leitung durch Deutschland und das europäische Ausland bis in die USA, nach Südamerika, Südkorea und Japan.

Kreile lebt mit seiner Frau in Nürnberg und Dresden-Striesen.

Nach 25 Jahren im Amt wurde Kreile am 2. Juli 2022 in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Martin Lehmann.[2][3]

Ehrungen

Am 2. Juni 2012 verlieh ihm der sächsische Landtagspräsident Matthias Rößler „für sein beeindruckendes künstlerisches Schaffen, das stets mit hohem persönlichen Einsatz und großem Erfolg verbunden ist“, die Sächsische Verfassungsmedaille.[4] Im Juli 2022 wurde Kreile mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet.[5]

Trivia

Kreile erlernte zusätzlich zur Orgel auch das Spiel der Posaune und war auch als Leiter eines Posaunenchores tätig. In einem Interview mit dem Magazin Posaunenchor gab er an, privat keine Musik zu hören.[6]

Literatur

  • Matthias Herrmann (Hrsg.): Dresdner Kreuzchor und zeitgenössische Chormusik. Ur- und Erstaufführungen zwischen Richter und Kreile (= Schriften des Dresdner Kreuzchores, Bd. 2). Marburg 2017, ISBN 978-3-8288-3906-9, S. 149–215, 293–217, 325–330.
  • Roderich Kreile: Gedenkrede [für Peter Schreier] am 8. Januar 2020 in der Kreuzkirche Dresden, in: Matthias Herrmann (Hrsg.), Begegnungen mit Peter Schreier, Beucha/Markkleeberg 2020, 2. Aufl. 2021, S. 219–221
Commons: Roderich Kreile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. www.nmz.de, abgerufen am 31. Mai 2013
  2. www.evangelisch.de. Abgerufen am 3. Juli 2022.
  3. www.radiodresden.de. Abgerufen am 3. Juli 2022.
  4. Träger der sächsischen Verfassungsmedaille (pdf, 44 kB)
  5. www.lvz.de. Abgerufen am 7. Juli 2022.
  6. Posaunenchor. Magazin für Blechbläser und Blechbläserinnen. 2015 Nr. 2 Strube-Verlag

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.