Process identifier
Ein Process identifier (process ID, PID; deutsch Prozesskennung) ist in der Informatik ein einzigartiger Schlüssel, welcher der eindeutigen Identifikation von Prozessen dient. Der PID ändert sich während der Laufzeit des Prozesses nicht.
Die meisten Betriebssysteme (z. B. Unix, Windows) verwenden dafür eine natürliche Zahl. Process IDs werden hauptsächlich für die Interprozesskommunikation benötigt.
UNIX
Die Kennung eines Prozess, der Process Identifier (PID), wird durch den Systemaufruf fork() vergeben, der den Prozess erzeugt und startet.
Nach dem Ende des Prozesses bleibt seine Kennung gültig, bis seine Meta-Daten (z. B. Return Code) ausgewertet wurden, siehe Zombie-Prozess. Danach kann eine ungültige PID wieder vergeben werden.
Eltern
Der Parent Process Identifier (PPID) ist die Kennung des Prozess, der den erzeugenden fork() Aufruf gemacht hat.
Wird ein Prozess beendet, wird an die PPID ein Signal geschickt.
Ist der Elternprozess beendet, ändert sich die PPID und wird traditionell auf 1 gesetzt.
Gruppe
Der Process Group Identifier (PGID) ist die Kennung einer Gruppe von Prozessen. Jeder Prozess ist Mitglied genau einer Gruppe.
kill() kann mit einem Aufruf ein Signal an alle Mitglieder der Gruppe verschicken[1].
Die Erzeugung einer Gruppe ist uneinheitlich[2].
Prozessgruppenführer
Der Prozess, bei dem PID und PGID gleich sind, wird Prozessgruppenführer genannt[3]. Meist ist das der Prozess, der die Gruppe erzeugt hat.
Sitzung
Der Session Identifier ist die Kennung einer „Sitzung“. Im Umfeld der grafischen Bedienoberflächen sind die Prozesse zusammengefasst, die gemeinsam ein Anzeigegerät (Display) benutzen. Bildlich steht davor ein Sessel (Seat), auf dem jemand sitzt.
Eine Sitzung kann mehrere Prozessgruppen umfassen.
Sitzungsführer
Der Sitzungsführer (session leader) ist der Prozess, bei dem PID, PGID und SID gleich sind.
Signale
siehe Signal (Unix)
Endet ein Prozess, wird durch den Kernel ein SIGCLD bzw. SIGCHLD an die PPID geschickt.
Endet ein Prozessgruppenführer oder Sitzungsführer, wird ggf. durch den Kernel (Betriebssystem) ein SIGHUP an eine Gruppe geschickt. Das ist abhängig, von der Zuordnung und Einstellung eines Terminals.
Beispiel
Die Bourne-again shell läuft als Prozess auf einem Unix-System. Diesem Prozess wird eine einzigartige PID zugewiesen (beispielsweise: 3139). Startet man nun aus diesem Prozess einen weiteren Kindprozess, so läuft dieser nun mit seiner eigenen PID (z. B. 4171) unter der PPID des Elternprozesses (3139).
Siehe auch
Einzelbelege
- ↑ https://linux.die.net/man/3/kill
- ↑ https://man7.org/linux/man-pages/man2/setpgid.2.html
- ↑ Steffen Wendzel, Johannes Plötner: Linux. Rheinwerk Verlag, Bonn 2022, ISBN 978-3-8362-8543-8. (Kapitel 5.1 Sessions und Prozessgruppen Seite 179)
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.
