Pietling

Pietling
Gemeinde Fridolfing
Koordinaten: 48° 1′ N, 12° 48′ OKoordinaten: 48° 0′ 58″ N, 12° 47′ 45″ O
Postleitzahl: 83413
Vorwahl: 08684
Bild von Pietling

Pietling ist ein Gemeindeteil von Fridolfing und eine Gemarkung im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Von den Anwohnern wird der Ortsname oft als Biadling ausgesprochen.

Geographie

Der Ort entwickelte sich mit zwei Siedlungszentren: einem kleineren Teil oberhalb der Hangkante mit der dominierenden Kirche St. Martin und einem größeren Teil am westlichen Rand des Salzachtals. Hier verlief eine wichtige Fernstraße, die von Salzburg aus Richtung Norden führte.

Die Gemarkung Pietling umfasst eine Fläche von etwa 12,07 km² und hat 630 Einwohner.[1]

Geschichte

St. Martin in Pietling

Das Kirchdorf wurde als „Putelingen“ im späten 8. Jahrhundert in den Breves Notitiae des Erzbistums Salzburg erstmals genannt.[2] Reste einer romanischen Vorgängerin der heutigen Pietlinger Kirche konnten unter dem Boden des heutigen Baus gefunden werden; in einem Ablassbrief vom 13. Juni 1422 ist sie erwähnt.

Pietling gehörte zum Schergenamt Fridolfing des Erzstifts Salzburg und kam nach der Säkularisation 1803 wie der gesamte Rupertiwinkel 1810 zu Bayern. Pietling wurde 1818 mit dem bayerischen Gemeindeedikt eine politische Gemeinde. Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 1186 Hektar und bestand aus den Gemeindeteilen Pietling, Allerfing, Berg, Brunn, Enhub, Fürst, Hornis, Kelchham, Nilling, Pierach, Plossau, Polsing und Seebach.[3] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Pietling nach Fridolfing eingegliedert.[4]

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Commons: Pietling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Pietling (099911). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. Januar 2026.
  2. Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2, S. 137.
  3. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 122 (Digitalisat).
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 511.

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