Orphan: First Kill
| Film | |
| Titel | Orphan: First Kill |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch, Estnisch |
| Erscheinungsjahr | 2022 |
| Länge | 99 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Entertainment One, Dark Castle Entertainment |
| Stab | |
| Regie | William Brent Bell |
| Drehbuch | David Coggeshall, David Leslie Johnson-McGoldrick, Alex Mace |
| Produktion | Alex Mace, Hal Sadoff, Ethan Erwin, James Tomlinson |
| Musik | Brett Detar |
| Kamera | Karim Hussain |
| Schnitt | Josh Ethier |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Orphan: First Kill ist ein US-amerikanischer Psycho-Horror-Thriller aus dem Jahr 2022 von Regisseur William Brent Bell mit Isabelle Fuhrman, Julia Stiles und Rossif Sutherland in den Hauptrollen. Er stellt ein Prequel zum Film Orphan – Das Waisenkind dar und erzählt von einer soziopathischen Frau mit dem Aussehen eines Kindes, die sich als vermeintlich verschollene Tochter in eine Familie einschleicht, dort aber auf unerwartet starke Gegner trifft. Der Film greift Elemente aus der Dokumentation Der Blender – The Imposter von 2012 auf, die einen realen Fall behandelt, in dem ein jung aussehender Franzose sich mit Erfolg als lange vermisster Sohn einer amerikanischen Familie ausgab.
Handlung
2007 gelingt der estnischen Psychiatriepatientin Leena Klammer, einer 31-jährigen Frau mit einer seltenen Hormonstörung namens Hypopituitarismus, die ihr das Aussehen eines zehnjährigen Kindes verleiht, die Flucht aus dem Saarne-Institut, indem sie einen Wachmann verführt und erschlägt und sich im Auto einer Kunsttherapeutin namens Anna versteckt. Nachdem sie in Annas Haus eingebrochen ist und sie getötet hat, sucht Leena nach vermissten US-amerikanischen Mädchen und stellt fest, dass sie verblüffende Ähnlichkeit mit Esther Albright hat, einem Mädchen aus einer reichen Familie, das 2003 verschwunden ist. Später wird Leena, die sich als vermisstes Mädchen ausgibt, von einem russischen Polizisten angesprochen und stellt sich als „Esther“ vor und behauptet, ihre Eltern seien in den Vereinigten Staaten. In Darien, Connecticut, werden der wohlhabende Künstler Allen Albright und seine Frau Tricia, die sich inzwischen mit dem Verschwinden ihrer Tochter abgefunden hat, von Detective Donnan informiert, dass „Esther“ gefunden wurde. Tricia reist zur US-Botschaft in Moskau, wo sie mit Esther wiedervereint wird.
Tricia bringt Esther nach Hause und beginnt sofort zu zweifeln, als sie feststellt, dass Esther den Tod ihrer Großmutter vergessen hat oder dass ihre Malfähigkeiten im Vergleich zu vor ihrem Verschwinden enorm zugenommen haben. Leena verliebt sich in Allen, nachdem die beiden sich über ihre Malfähigkeiten angefreundet haben, und versucht, ihn von Tricia zu trennen. Während Tricia und Allen eine von Tricia veranstaltete Wohltätigkeitsgala besuchen, kommt Fahnder Donnan zum Haus und entwendet eine Schallplatte aus Esthers Zimmer, auf der Leenas Fingerabdrücke zu sehen sind. Er nimmt die Single mit zu sich nach Hause, ohne zu wissen, dass Leena ihm folgt, und analysiert auf dem schwarzen Tonträger hinterlassene Fingerabdrücke. Durch einen Abgleich mit den in seinen Akten dokumentierten Fingerabdrücken der wahren Esther Albright stellt Polizist Donnan fest, dass sie nicht mit jenen von Leena Klammer übereinstimmen. In diesem kurzen Moment der Erkenntnis sticht die sich im Zimmer von hinten anschleichende Leena mit einem Messer hinterrücks mehrmals auf Donnan ein, bis plötzlich Tricia im Raum eintrifft, die Leena gefolgt ist. Anstatt Leena aufzuhalten, eröffnet Tricia mit einer Waffe das Feuer auf den bereits schwer verletzten und auf dem Fußboden liegenden Donnan und tötet ihn.
Tricia enthüllt, dass sie weiß, dass Leena nicht Esther ist, die vier Jahre zuvor bei einem Streit mit ihrem älteren Bruder Gunnar starb, den Tricia ohne Allens Wissen vertuschte. Tricia erklärt, dass sie Leena nur aufnimmt, um Allen wieder glücklich zu machen, da er durch Esthers Verschwinden am Boden zerstört war. Leena offenbart Tricia ihre wahre Identität, und die beiden entsorgen Donnans Leiche in einer Kellerluke, in der die echte Esther begraben ist, und täuschen sein Verschwinden als Urlaubsreise vor, indem sie eine E-Mail an die Polizei fälschen. Da Tricia und Gunnar wissen, dass es zu verdächtig wäre, wenn „Esther“ wieder verschwinden würde, vereinbaren sie, Leenas Spiel Allen zuliebe fortzusetzen, und Leena und Tricia bleiben auf der Hut voreinander. Schließlich versucht Tricia, da sie Leena nicht traut, sie während des Abendessens zu vergiften, aber Leena weigert sich, das Essen zu essen und entschuldigt sich. Leena verfüttert das Essen an die Ratte, die in ihrem Zimmer wohnt, und findet das Nagetier später tot auf, weil es das vergiftete Essen gefressen hat. Leena rächt sich, indem sie für Tricia einen grünen Smoothie mit dem Kadaver des Nagetiers zubereitet. Allen verrät, dass er in die Stadt fährt, um eine Kunstgalerie zu besuchen. Am Bahnhof versucht Leena, Tricia und Gunnar vor einen Zug zu stoßen, aber ihr Versuch wird zufällig von einem vorbeifahrenden Pendler unterbrochen. Während Allen weg ist, versucht Leena zu fliehen, indem sie Tricias Auto stiehlt, aber sie wird bald von einem Polizeibeamten gefunden. Von einer Polizeistreife wird Leena in dieser Nacht zum Haus der Albrights zurückgebracht.
Tricia und Gunnar beschließen, Leena zu töten, da sie sie für zu gefährlich halten, um in ihrem Haushalt weiterhin zu bleiben. Mit einer Nagelschere unternimmt Tricia den Versuch, gewaltsam die Pulsadern von Leena aufzuschneiden, die sich fest im Griff von Gunnar befindet, und ihren Tod als Selbstmord zu inszenieren. Allerdings wehrt sich Leena panisch und flieht, bevor Gunnar sie die Treppe hinunterstößt. Abgelenkt durch einen Anruf von Allen, der nach Hause kommt, suchen Tricia und Gunnar nach Leena, als diese verschwindet. Gunnar findet Leena schließlich im Kunstraum, aber Leena schießt auf Gunnar mit einer Armbrust und ersticht ihn dann mit seinem Fechtschwert. Die wütende Tricia und Leena streiten sich in der Küche und setzen dabei versehentlich das Haus in Brand. Beide fliehen auf das Dach, als Allen nach Hause kommt. Tricia und Leena rutschen aus und klammern sich an das Dach. Sie flehen Allen an, sie zu retten, wobei Leena behauptet, Tricia habe sie angegriffen, und Tricia versucht, die Wahrheit über Leena zu enthüllen. Da Allen nicht in der Lage ist, beide zu retten, beschließt er, „Esther“ zu helfen, wodurch Tricia ihren Halt verliert und in den Tod stürzt. Allen untersucht daraufhin Leenas Gesicht, woraufhin ihre falschen Zähne herausfallen. Als er erkennt, dass sie nicht Esther ist, versucht Leena, sich zu verteidigen, indem sie sagt, dass sie es für ihn getan hat, und gesteht auch ihre Liebe zu ihm. Als Allen sie ein Monster nennt, stößt Leena Allen unabsichtlich vom Dach in den Tod. Leena verkleidet sich daraufhin wieder als Esther und verlässt das brennende Haus, nachdem sie das Blut in ihrem Gesicht abgewischt hat. Später wird „Esther“ in ein Waisenhaus gebracht, wo sie auf eine neue Familie wartet, die sie adoptiert.
Entstehung
Im Februar 2020 wurde bekannt gegeben, dass ein Prequel zu Orphan – Das Waisenkind mit dem Arbeitstitel Esther in Entwicklung ist. Der Film wurde von Entertainment One in Zusammenarbeit mit Dark Castle Entertainment und Eagle Vision produziert.[2]
Die Regie übernahm William Brent Bell, der bereits für seine erfolgreichen Horror-B-Movies wie Stay Alive, Devil Inside und The Boy bekannt war.[3] Für die von Alex Mace erdachte Geschichte schrieben David Leslie Johnson-McGoldrick und David Coggeshall das Drehbuch.[4]
Isabelle Fuhrmann übernahm erneut die Rolle der teuflischen Esther. Die Entscheidung, dieselbe Schauspielerin 13 Jahre später das gleiche junge Mädchen spielen zu lassen, sorgte im Vorfeld für Verwunderung.[5] Da man auf Digitaleffekte wie Deepfakes weitestgehend verzichten wollte, setzte das Produktionsteam auf eine Kombination aus Make-up und erzwungenen perspektivischen Aufnahmen, spezielle Beleuchtung und Doubles, um Esther als Kind erscheinen zu lassen.[6][4]
Auch Schauspielerin Julia Stiles hatte bereits Erfahrung mit mörderischen Kindern im Remake Das Omen gesammelt.[7]
Die Dreharbeiten fanden von November bis Dezember 2020 in Winnipeg, Kanada statt.[2][6]
Besetzung und Synchronisation
Die deutsche Synchronisation wurde von Cinephon in Berlin nach einem Dialogbuch von Stephan Hoffmann ausgeführt, der auch die Dialogregie führte.[8]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Esther / Leena | Isabelle Fuhrman | Kristina Tietz |
| Tricia Albright | Julia Stiles | Isabelle Höpfner |
| Allen Albright | Rossif Sutherland | Armin Schlagwein |
| Detective Donnan | Hiro Kanagawa | Rainer Doering |
| Gunnar Albright | Matthew Finlan | Constantin von Jascheroff |
| Dr. Segar | Samantha Walkes | Anja Mentzendorff |
| Dr. Novotny | David Lawrence Brown | Lutz Schnell |
| Officer Leahy | Lauren Cochrane | |
| Anna Troyev | Gwendolyn Collins | Franziska Endres |
| Mike | Alec Carlos | Juana von Jascheroff |
| Karen | Alicia Johnston | Susanne Geier |
Veröffentlichung
Das Paramount-Label Paramount Players erwarb die US-Vertriebsrechte, im Gegensatz zum vorherigen Film, der von Warner Bros. Pictures vertrieben wurde. International wurde der Film von Sierra/Affinity, einem Label von Entertainment One, vertrieben.[6]
Der Film wurde erstmalig am 22. Juli 2022 auf den Philippinen veröffentlicht.
Er spielte weltweit 37 Millionen Dollar ein bei einem Budget von 9,6 Millionen Dollar.[5]
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 70 %[9] |
| Metacritic (Metascore) | 54/100[10] |
| RogerEbert.com | |
| Slant Magazine | |
| Cinema | |
| Prisma | |
| Empire | |
| Filmdienst | |
| Guardian | |
| IGN | |
| Screen Rant |
Die Süddeutsche Zeitung würdigte den Film als spannenden „Psychothriller, dessen Tricks und Schlenkern man atemlos folgt“. Regisseur Bell gebe der raffinierten Hochstaplerin „Coolness und Schläue“, weshalb man vielleicht aus Bewunderung auf ihrer Seite stehe. Zwar sei die Familie als Hort der Liebe nichts neues im amerikanischen Kino, doch Bells füge in seinem nächsten Schachzug einen weiteren Bluff hinzu. Er nehme dem Ideal der Familie die Verlässlichkeit, indem Esther überraschend Konkurrenz bekomme. Zu einer bösen Betrugsgeschichte geselle sich eine zweite, deutlich bösere. Schmutzige Zweikämpfe fänden in hohem Tempo statt und riefen allerhand Schadenfreude hervor. Der Ideenreichtum der Filmemacher sei groß und habe meist blutige Konsequenzen.[3]
Das Lexikon des internationalen Films urteilte, der Film sei die „Neuauflage eines Horrorszenarios, das sich zum lustvollen Spiel mit dem Irrsinn des Genres“ entwickle. „[D]ie Motive um Trauer“ und „die Identitätskrise einer Frau in einem Kinderkörper“ blieben „oberflächlich“, während die Darstellerinnen „durchaus die tragische Grundierung der Figuren“ erfassten.[20]
Cinema kam zu dem Fazit, dass es sich abgesehen vom spannenden Psychoduell zwischen Esther und Tricia um einen inszenatorisch eher mauern Genrebeitrag handle. Mit Orphan: First Kill verhalte es sich ähnlich wie mit den Kinderhorrorfilmen The Boy I und II desselben Regisseurs, die zwar solide, aber nicht besonders erinnerungswürdig seien. Bells Inszenierung sei weder überraschend noch beeindruckend. Die erste Hälfte lebe vom Spiel Fuhrmans, deren diabolisches Grinsen für Unbehagen sorge. Erst mit dem gelungenen Twist, der das letzte Drittel einläute, werde aus dem eher gediegenen und langsamen Horror ein echter Psychothriller. Und dann dürfe auch Julia Stiles im physischen Duell mit ihrer Kollegin endlich wieder zeigen, was sie könne.[21]
Das US-Magazin IGN schwärmte von einer willkommenen Rückkehr einer kleingewachsenen, verschmitzt lächelnden Peinigerin, die mit soziopathischer Freude die Fäden ziehe. Das erstaunlich gelungene Prequel unterlaufe die Erwartungen des Publikums und versuche gar nicht erst, Spannung um ein bereits bekanntes Geheimnis zu erzeugen. Dass das vertraute Grundkonzept in der Mitte des Films aufgebrochen werde, erweise sich als cleverer Kniff. Das informationsreiche Prequel funktioniere dann am stärksten, wenn es sich vom Vorgänger absetze. Statt Esther erneut eine Familie von innen heraus zerstören zu lassen, werde ein frischer und ungewöhnlicher Weg eingeschlagen. Gelobt wird die engagierte Darstellung von Julia Stiles, die an ihre Rolle in der Fernsehserie Dexter anknüpfe, indem sie eine unkonventionelle Bedrohung schaffe. Auch Fuhrman verkörpere Esthers kindliche Verhaltensweise überzeugend und wirke wie eine lebendige Spielzeugpuppe. Der gutmütige Familienvaters sei hingegen vergleichsweise blass gezeichnet. Es habe großen Reiz, den Protagonisten bei ihren psychologischen Machtkämpfen zuzusehen, wie sie einander misstrauisch umkreisen und ihre Absichten verbergen. Statt mit offenem Horror beunruhige der Film mit immer düsteren Entwicklungen. Der strenge Ton des Originals werde zugunsten einer chaotischeren, ambitionierteren und unberechenbareren Ausrichtung aufgegeben. Regisseur Bell führe die anarchische Grundhaltung des Vorgängers in seinem eigenen, manischen Rhythmus fort. Ähnlich wie Malignant erinnere Orphan: First Kill an einen Thriller der 1990er Jahre: brutal und zunehmend durchgeknallt, je mehr Enthüllungen ans Licht kommen. Bell greife auf Stilmittel seiner Filme Stay Alive und Wer zurück, wodurch Orphan: First Kill besser gelinge als seine jüngeren Arbeiten The Boy I und II. Seine solide Regie gehe aber selten über zweckmäßige Inszenierung hinaus. Die visuelle und stilistische Opulenz des Vorgängers fehlten weitgehend. Er verfüge aber über die richtigen Bausteine für ein erzählerisches Puzzle, dessen Zusammensetzung aus inszenatorischer Sicht etwas Zeit benötige. Doch sobald die einschneidende Wendung die Handlung in eine deutlich höhere Gangart versetze und der Film richtig Fahrt aufnehme, entfalteten Familiendynamiken und unverblümte Boshaftigkeit eine mitreißende Wirkung, wenngleich das Finale etwas knapp und überhastet wirke usozind nicht ganz die Spannung erreiche, die Esthers Verhalten erwarten ließen. Insgesamt wird der Film als überraschendes und eindrucksvolles Erlebnis gelobt.[4]
Das britische Filmmagazin Empire sah in dieser Fortsetzung den besseren und zugleich deutlich ungewöhnlicheren Film. Dass Isabelle Fuhrman erneut ihre Paraderolle übernehme, erinnere an José Ferrer als Henri de Toulouse-Lautrec in Moulin Rouge. Ihre Darstellung von Esther als unheimliche, puppenhafte Kuckucksfigur sei herrlich verstörend. In Anlehnung an den Hammer-Film Haus des Grauens werde die mörderische und zugleich tragische junge Frau nun selbst zur Ermittlerin. Die Besetzung von Julia Stiles als überraschend durchsetzungsfähige Ehefrau erweise sich als Glücksgriff. Die Schauspielerin strahle eine verborgene Härte aus. Unter der Regie von Bell, der den unterschätzten Horrorfilm Wer inszenierte, verfalle Orphan: First Kill zwar stellenweise den typischen Mustern einer reißerischen Fortsetzung, indem Esther alle 15 Minuten jemanden töten müsse, doch präsentiere er sich dabei erfreulich clever und unvorhersehbar. Die eigentümlich ruhige Boshaftigkeit, die Fuhrman ihrer Figur verleihe, wirke frisch und wirkungsvoll und biete Stoff für weitere Fortsetzungen sowie für ein Crossover mit The Stepfather oder Chucky.[7]
Der amerikanische Collider zeigte sich begeistert und sprach von einem der gelungensten Horror-Prequels der letzten Jahre. Anders als andere fantasielose, formelhafte Horrorfortsetzungen baue er auf dem Original auf und erfinde sich zugleich neu. Der Film setze auf bedrohlich-düstere Absurdität und lasse den Zuschauer Menschen bei ihrem Machtkampf zuschauen, wie sie versuchen, einander auszutricksen, bevor schließlich brutale Gewalt ausbricht. In den letzten 30 Minuten gebe es praktisch keinen Leerlauf, da die Ereignisse immer weiter eskalieren hin zu einem grandiosen Finale. Auch wenn die Handlung diesmal geradliniger erzählt werde, inspiriere sie mit ihrer Verschlagenheit und Unvorhersehbarkeit. Der Film entfalte sich mit spektakulärer Begeisterung für Chaos und nehme sich dabei nicht zu ernst; jede neue Wendung bewahre den anarchischen Charakter. Wirklich gruselig sei er nicht, da er mehr auf makabren Humor statt Schockmomente setze, und genau darin liege seine größte Stärke. Mit seiner mutigen und brillanten Entscheidung, die Erwartungen des Publikums über Bord zu werfen, liefere Orphan: First Kill eine bizarre Blaupause, wie Fortsetzungen sich neu erfinden können.[22][23]
Trivia
Während einer Party mit Freunden auf der Hausterrasse vergleicht Bruder Gunnar den Kleidungsstil von Esther mit dem von Lizzie Borden, die 1893 wegen Mordes vor Gericht stand, letztlich jedoch freigesprochen wurde.[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Orphan: First Kill. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 231716; abgerufen am 17. April 2026).
- ↑ a b D’Alessandro, Anthony - Deadline Hollywood: https://deadline.com/2020/11/orphan-first-kill-julia-stiles-boarding-isabelle-fuhrman-returning-to-eone-horror-prequel-1234607908/, abgerufen am 21. September 2023
- ↑ a b Doris Kuhn: „Orphan: First Kill“ im Kino: Verrückt geworden. In: Süddeutsche Zeitung. 10. September 2022, abgerufen am 16. Juni 2026.
- ↑ a b c Matt Donato: Orphan: First Kill Review. In: IGN. 15. August 2022, abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
- ↑ a b Orphan: First Kill - Trailer, Kritik, Bilder und Infos zum Film. In: Prisma / Teleschau. 2022, abgerufen am 16. Juni 2026.
- ↑ a b c Kit, Borys - The Hollywood Reporter:https://www.hollywoodreporter.com/movies/movie-news/paramount-picks-up-horror-movie-orphan-first-kill-1235010677/, abgerufen am 21. September 2023
- ↑ a b c Kim Newman: Orphan: First Kill. In: Empire Magazine. 18. August 2022, abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Orphan: First Kill. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 17. Juni 2026.
- ↑ Orphan: First Kill. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 13. Oktober 2023 (englisch, aggregiert aus 149 Kritiken).
- ↑ Orphan: First Kill. In: Metacritic. Abgerufen am 27. Oktober 2025 (englisch, aggregiert aus 27 Kritiken).
- ↑ Brian Tallerico: Orphan: First Kill. In: RogerEbert.com. 19. August 2022, abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Mark Hanson: Orphan: First Kill Review: A Dreary Legacy Prequel Without Surprises. In: Slant Magazine. 15. August 2022, abgerufen am 2. August 2026 (englisch).
- ↑ Orphan: First Kill. In: Cinema. 2022, abgerufen am 16. Juni 2026.
- ↑ Jonas Decker: Oprhan: First Kill. In: Prisma. 2022, abgerufen am 16. Juni 2026.
- ↑ Kim Newman: Orphan: First Kill Review. In: Empire Magazine. 19. August 2022, abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Karsten Munt: Orphan: First Kill. In: Filmdienst. 1. September 2022, abgerufen am 17. Juni 2026.
- ↑ Leslie Felperin: Orphan: First Kill review – horror prequel is parasitical in all the wrong ways. In: The Guardian. 15. August 2022, abgerufen am 17. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Matt Donato: Orphan: First Kill Review. In: IGN. 15. August 2022, abgerufen am 2. August 2026 (englisch).
- ↑ Ferdosa Abdi: Orphan: First Kill ReviewOrphan: First Kill Review - Psychological Horror Is Chaotic & Entertaining. In: Screen Rant. 20. August 2022, abgerufen am 2. August 2026 (englisch).
- ↑ Karsten Munt: Orphan: First Kill. In: Filmdienst. 1. September 2022, abgerufen am 17. Juni 2026.
- ↑ Orphan: First Kill (2022). In: Cinema. 2022, abgerufen am 16. Juni 2026.
- ↑ Chase Hutchinson: 'Orphan: First Kill' Ending Explained. In: Collider. Valnet, 3. September 2022, abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Chase Hutchinson: 'Orphan: First Kill's Twist Is Exactly What This Prequel Needed. In: Collider. Valnet, 21. August 2022, abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
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