Monsec
| Monsec | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département | Dordogne | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Gemeinde | Mareuil en Périgord | |
| Koordinaten | 45° 25′ N, 0° 32′ O | |
| Postleitzahl | 24450 | |
| Ehemaliger INSEE-Code | 24283 | |
| Eingemeindung | 1. Januar 2017 | |
| Status | Commune déléguée | |
Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité bei Nacht | ||
Monsec (Aussprache [mɔ̃ˈsɛk], okzitanisch Mont Sec) ist ein Dorf mit 171 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) in der französischen Gemeinde Mareuil en Périgord im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 2016 selbstständige Gemeinde gehörte Monsec zum Arrondissement Nontron. Die Einwohner werden als Monsecois und Monsecoises bezeichnet.
Der Erlass der Präfektin vom 26. September 2016 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Eingliederung von Monsec als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Beaussac, Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier, Léguillac-de-Cercles, Les Graulges, Mareuil, Puyrenier, Saint-Sulpice-de-Mareuil und Vieux-Mareuil zur Commune nouvelle Mareuil en Périgord fest.[1]
Geografie
Monsec liegt etwa 16 Kilometer südwestlich von Nontron, etwa 30 Kilometer nordnordwestlich von Périgueux und etwa 39 Kilometer westnordwestlich von Angoulême am nordwestlichen Rand des Départements in der Landschaft des Ribéracois, Teil des touristisch benannten Périgord vert. Das Ortsgebiet erstreckt sich über den südöstlichen Teil von Mareuil en Périgord.
Umgeben wird Monsec von zwei Nachbargemeinden und drei Communes déléguées von Mareuil en Périgord:
| Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier (Mareuil en Périgord) | Saint-Crépin-de-Richemont | |
| Vieux-Mareuil (Mareuil en Périgord) | Saint-Félix-de-Bourdeilles | |
| Léguillac-de-Cercles (Mareuil en Périgord) |
Neben dem Ortskern besteht Monsec aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften und einer ehemaligen Schmiede: Badaillac, Beauséjour, Chassenat, Chez Briaudet, Combe Brûlée, La Belle, La Forge de Mondevit, La Prade, Le Fort, Le Grand Étang, Le Petit Étang, Les Ages, Les Cinq Chênes, Les Communaux, Les Minières, Les Potences, Les Ribières, Les Vieux Fours, Petit Brégnac, Petit Marafy, Pontarnaud, Puychauvaux, Puypeyroux, Puyrial und Trépacie.
Der topographisch tiefste Punkt im Gebiet von Monsec mit 131 m liegt beim Weiler Badaillac im Westen an der Belle, die hier das Ortsgebiet verlässt. Der höchste Punkt mit 237 m befindet sich im äußersten Nordosten an der Grenze zu Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier und zur benachbarten Gemeinde Saint-Crépin-de-Richemont. Der Ortskern liegt oberhalb des Belle-Tals auf etwa 160 m Höhe.
Hydrografie
Das Gebiet der Commune déléguée wird von der Belle entwässert, die im Nordosten westlich des Weilers Pontarnaud entspringt. Sie fließt anfangs nach Südwest, dreht aber mit Erreichen des Weilers La Belle in die Westnordwest-Richtung. Ein nach Nordnordwest gerichtetes Trockental markiert einen Teil der Westgrenze zu Vieux-Mareuil. Es mündet als linkes Seitental beim Weiler Badaillac in die Belle. Ein rechtsseitiges Trockental mündet flussabwärts vom Lieu-dit Beauséjour.
Geologie

Die Commune déléguée Monsec wird vollständig von Sedimenten des nordöstlichen Aquitanischen Beckens unterlagert.
Tiefstes aufgeschlossenes Schichtglied ist das Ligérien (Unterturon) – knollige, plattige Kreidekalke (Formation c3a). Es säumt die linke Talseite der Belle beim Weiler Badaillac. Darüber folgen Rudistenkalke des Unteren und Oberen Angoumiens (Formationen c3b und c3c). Das Obere Angoumien ist im Ortskern aufgeschlossen. Auf das Obere Angoumien folgen die harten Fossilkalke des Coniaciums (Formation c4), zu sehen im Süden der Commune déléguée und nördlich des Ortskerns beim Weiler Puyrial. Auf das Coniacium legen sich die grauen, Glaukonit-haltigen Kalke des Unteren Santoniums (beim Weiler Les Potences an der Südgrenze der Commune déléguée – Formation c5a). Die Austernschill-haltigen Kalkmergel des Oberen Santoniums (Formation c5b-c) stehen nördlich vom Weiler Puyrial und beim Lieu-dit Puychauvaux an. Die generell flachliegende Schichtenfolge der Oberkreide endet mit grauweißen Kreidekalken des Unteren Campaniums beim Weiler La Prade und beim Lieu-dit Puychauvaux (Formation c6a).
Auf die Oberkreide transgredierte eine alluviale Schotterzunge aus dem Eozän oder dem Unteren Oligozän (Formation H-F). Ihre Schüttung erfolgte nach Südwest und folgt der Gemeindegrenze vom Weiler Pontarnaud bis zum Weiler Les Potences. Sie ist stellenweise konglomeratisch ausgebildet und enthält Quarz- und verkieselte Arkosegerölle. Große Teile des nördlichen Gebietes der Commune déléguée werden von umgelagerten pleistozänem Kolluvium verhüllt, welches aus Sanden des Obersantons hervorgegangen ist (Formation ACC). Reste gröberklastischen Kolluviums (Formation ACF) und unterpleistozänem Alluviums (Formation Fs) sind ebenfalls vorhanden. Die beiden Trockentäler enthalten würmzeitlichen Hangschutt (Formation GP) – Kalkbruchstücke in reichlich sandig-toniger Matrix. Im Tal der Belle liegt holozänes Alluvium (Formation K). Erwähnenswert sind ferner die zahlreichen Karsthöhlen in der Oberkreide.
Die Mareuil-Störung spaltet sich im Gebiet der Commune déléguée von Monsec in zwei Äste auf, die einer ostsüdöstlichen bzw. einer südöstlichen Richtung folgen. Dieses Störungssystem ist der östliche Ausläufer der Mareuil-Antiklinale. Es hat ein treppenartiges Anheben der mittleren und südlichen Scholle bewirkt mit Versetzungsbeträgen von rund 50 bzw. 30 Metern. Außerdem wurde der Schichtverband gestört, so zeigt er beispielsweise beim Lieu-dit Beauséjour ein Einfallen von 15° nach Nordost oder westlich vom Weiler Puyrial ein Einfallen von 6° nach Südost.
Beim Lieu-dit La Forge de Mondevit wurden einst Schotter und Sande in der alluvialen Schotterzunge abgebaut. Eingeschaltete Tonlagen lieferten den Rohstoff einer mittlerweile verfallenen Ziegelei.
Ökologie

Naturpark
Das Ortsgebiet von Monsec bildet seit 1998 einen Bestandteil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin. Ihre Mitgliedschaft wurde im Jahr 2011 erneuert.
Schutzgebiete
Monsec besitzt verschiedenerlei Schutzgebiete (ZNIEFF – Französisch zone naturelle d'interêt écologique, faunistique et floristique):
Schutzgebiete des Typus 1
Das Tal der Belle bildet unter dem Titel Vallée de la Belle ein Schutzgebiet des Typus 1. Für dieses maximal 300 Meter breit werdende Areal sind zwei Arten charakteristisch – das Säugetier Europäischer Nerz (Mustela lutreola) und die Pflanze Schachblume (Fritillaria meleagris). Ebenfalls ein Schutzgebiet des Typus 1 sind die Landes des Trois Pierres. Diese Heidelandschaft liegt an der Nordostecke an der Grenze zu Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier und Saint-Crépin-de-Richemont und ist 5,13 Quadratkilometer groß, wovon mehr als zwei Quadratkilometer zu Monsec gehören. Sie zeichnet sich durch drei Raubvogelarten aus: Wiesenweihe (Circus pygargus), Rohrweihe (Circus aeruginosus) und Kornweihe (Circus cyaneus). Kennzeichnend sind auch die drei Pflanzenarten Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Moorlilie (Narthecium ossifragum) und Reifrock-Narzisse (Narcissus bulbocodium). Darüber hinaus werden vier Säugetierarten, 50 weitere Vogelarten und 73 weitere Pflanzenarten hier rezensiert.
Schutzgebiet des Typus 2

Unter dem Titel Vallée de la Nizonne bildet in der Gemeinde Monsec die Talung der Belle (als Nebenfluss der Nizonne) ein Schutzgebiet des Typus 2.
Die Fauna dieses Schutzgebiets setzt sich aus ungefähr 250 Arten zusammen, wovon 30 als charakteristisch angesehen werden. Darunter 20 Säugetierarten, sieben Insektenarten (davon vier Schmetterlinge), zwei Amphibienarten und eine Reptilart. Neben den unter Typus 1 bereits angeführten beiden Säugetieren sind 18 Fledermausarten von Bedeutung: Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus), Großes Mausohr (Myotis myotis), Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum), Langflügelfledermaus (Miniopterus schreibersii), Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus), Wimperfledermaus (Myotis emarginatus), Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii), Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), Fransenfledermaus (Myotis nattereri), Großer Abendsegler (Nyctalus noctula), Kleiner Abendsegler (Nyctalus leisleri), Graues Langohr (Plecotus austriacus), Braunes Langohr (Plecotus auritus), Kleines Mausohr (Myotis blythii), Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros), Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii), Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) und Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus).
Die Flora weist mehr als 200 Pflanzenarten auf, wovon neun als charakteristisch angesehen werden. Neben der unter Typus 1 bereits erwähnten Schachblume sind dies Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum), Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), Graues Sonnenröschen (Helianthemum canum), Lockerblütiges Knabenkraut (Anacamptis laxiflora), Nizza-Mauerpfeffer (Sedum sediforme), Arenaria controversa, Wald-Simse (Scirpus sylvaticus) und Verkannter Wasserschlauch (Utricularia australis).
Etymologie und Geschichte
Der Name des Dorfes Monsec erschien erstmals in der latinisierten Form Mons Siccus, die zweifellos die Erklärung für den Namen gibt. Es handelt sich um einen trockenen Hügel. Das lateinische mons (deutsch Berg, Gebirge) lieferte das okzitanische mont und siccus (deutsch trocken) führte zu sec.[2]
Ältestes erhaltenes Bauwerk in Monsec ist die 1508 errichtete Renaissance-Kirche Notre-Dame de la Nativité. Monsec war damals Zwischenstation auf dem Jakobsweg.[3]
Das Schloss Les Ages wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet und ersetzte wahrscheinlich ein früheres Gebäude. Sein Name ist geläufig, um im Mittelalter gerodete Orte zu bezeichnen. Das Wort Ages kommt vom Spätlateinischen haja (9. Jahrhundert), das selbst vom germanischen °hagia stammt, das eine Hecke bezeichnet, ein Mittel zur Abgrenzung des für den Ackerbau gewonnenen Landes.[2]
Bevölkerungsentwicklung
| Bevölkerungsentwicklung in Monsec | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner |
![]()
| ||
| 1962 | 218 | |||
| 1968 | 203 | |||
| 1975 | 181 | |||
| 1982 | 168 | |||
| 1990 | 167 | |||
| 1999 | 153 | |||
| 2006 | 170 | |||
| 2008 | 181 | |||
| 2011 | 204 | |||
| 2016 | 199 | |||
| 2019 | 186 | |||
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[4], INSEE ab 2006
Sehenswürdigkeiten
- Kirche Notre-Dame de la Nativité aus dem beginnenden 16. Jahrhundert mit Renaissance-Eingang, seit 1925 als Monument historique eingeschrieben
- Schloss Les Ages aus dem 17. und 18. Jahrhundert
- Schloss Chassenat aus dem frühen 18. Jahrhundert
-
Die Kirche im Ortskern von Monsec
-
Der Renaissance-Eingang der Ortskirche mit Jakobsmuschel
-
Zufahrtsstraße von Beauséjour nach Monsec
-
Die Belle nördlich unterhalb des Ortskerns
-
Die Belle hinter Beauséjour
-
Das Schutzgebiet Landes des Trois Pierres
Quellen
- J.-P. Floc'h u. a.: Feuille Nontron. In: Carte géologique de la France à 1/50 000. BRGM, Orléans.
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Recueil des actes administratifs N°24-2016-026. (PDF) Département Dordogne, 30. September 2016, S. 124–128, abgerufen am 8. April 2026 (französisch).
- ↑ a b Siehe Tanet, Hordé, Seiten 229–230
- ↑ Monsec. Gemeinde Mareuil en Périgord, abgerufen am 17. August 2026 (französisch).
- ↑ Notice Communale Monsec. EHESS, abgerufen am 17. August 2026 (französisch).
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.


