Mingo Lewis

James „Mingo“ Lewis (* 8. Dezember 1953 in New York City; † 27. Januar 2026) war ein amerikanischer Fusionmusiker (Perkussion, Schlagzeug, Komposition), der auch mit Santana und mit The Tubes spielte.

Leben und Wirken

Lewis wuchs in einer Musikerfamilie auf; sein Vater Jimmy „Baby Face“ Lewis war ein Bluessänger und mit Miles Davis und Thelonious Monk befreundet. Er begann mit den Besen auf einer Snare-Drum und einem Becken und jammte mit seinem Vater; gelegentlich wurde er mitten in der Nacht geweckt, um mit ihm und dessen Gästen zu spielen, zu denen auch Max Roach und Art Blakey gehörten. Auf der Junior High School wurde er schließlich mit der Lateinamerikanischen Musik vertraut.[1]

Lewis wurde Anfang der 1970er Jahre bekannt, nachdem er quasi in letzter Minute vor einem Konzert im Madison Square Garden von Carlos Santana engagiert wurde. Diese zufällige Begegnung führte zu einer dreijährigen Zusammenarbeit mit Santana, etwa auf den Alben Carlos Santana & Buddy Miles! Live! und Caravanserai (1972) sowie Love, Devotion & Surrender (mit John McLaughlin, 1973). Seine rhythmische Vielseitigkeit – eine Mischung aus Latin-, Jazz- und Rock-Einflüssen – machte ihn schnell zu einem gefragten Mitwirkenden bei führenden Fusion-Musikern jener Zeit. So holte ihn Chick Corea für die Aufnahmen zu „Hymn of the Seventh Galaxy“ (1973) in sein Projekt Return to Forever.[2]

Lewis arbeitete dann mit Al Di Meola und ist auf dessen ersten fünf Alben zu hören, für die er auch komponierte. Zudem trat er mit Stanley Clarke, Airto, Flora Purim und Jean-Luc Ponty auf.[3]

In den folgenden Jahrzehnten wirkte Lewis als Sessionmusiker im Pop und Rockbereich und nahm mit Größen wie Brian Eno & David Byrne, Billy Joel, Todd Rundgren, XTC und The Tubes auf. Sein Vermächtnis zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, die Kluft zwischen traditionellen afrokubanischen Rhythmen und modernem Progressive Rock zu überbrücken – eine Stilistik, die er in späteren Jahren in Projekten wie Vortex Tribe und Room of Voices weiter erforschte.[2][1] Er ist auch auf Alben von Bennie Maupin, Paul McCandless, Bill Summers und The Headhunters zu hören. Als Komponist schrieb er auch Musik für die kolumbianische Krimiserie Sangre Negra. Weiterhin lehrte er afrokubanische Music in Bogotá.[3]

Lewis starb nach einer Lungenerkrankung im Januar 2026.[3]

Diskographische Hinweise

  • Flight Never Ending (Columbia 1976)

Einzelnachweise

  1. a b Mingo Lewis. In: Paiste. Abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
  2. a b Santi Hurtado: Fallece Mingo Lewis. In: altafidelidad.org. 31. Januar 2026, abgerufen am 22. August 2026 (spanisch).
  3. a b c Rognrolla: Mingo Lewis, Bay Area Percussionist Whose Rhythms Shaped Latin Rock and Jazz Fusion, Dies at 72. In: drummingnewsnetwork.com. 5. Februar 2026, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).

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