Michelle Grob

Gian Michelle Grob (* 5. April 1980 in Wil SG; heimatberechtigt in Mogelsberg) ist eine Schweizer Textilkünstlerin.

Leben und Werk

Grob besuchte von 1996 bis 2000 die Wirtschaftsmatura an der Kantonsschule Wattwil. Ab 2001 nahm sie am gestalterischen Vorkurs an der Hochschule Luzern teil, den sie 2006 mit einem Diplom im Bereich Kunst und Vermittlung abschloss. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Austauschsemester an der Yrkeshögskolan Nykarleby in Finnland. Seit dem Abschluss ist sie als selbstständig erwerbende Künstlerin tätig.[1]

Ihr Werk umfasst beispielsweise gehäkelte Bilder und Porträts, unter anderem des Bundesrats und der Fussballnationalmannschaft.[2] Ihr Schaffen umfasst ausserdem Videoarbeiten,[3][4] Rauminstallationen[5] und Collagen.[6]

Ausserhalb der Kunst hat Michelle Grob eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft in Luzern mitgegründet und aufgebaut. Die Zwischennutzung des alten Hallenbads Biregg hat sie mit dem Verein Netzwerk Neubad mitorganisiert. Sie war dort von 2014 bis 2021 Leiterin Finanzen sowie HR und hatte ab 2017 die Co-Geschäftsführung inne. Im Neubad hatte sie ausserdem ihr Atelier.[7] 2021 gründete sie das Design Label boiss, das sich mit Stickereien und Upcycling beschäftigt. Zwei Jahre später gründete sie in diesem Zusammenhang den Secondhandladen Üsé.[1][8]

Einzelnachweise

  1. a b cv. In: gianmichellegrob.com. Abgerufen am 24. Juni 2025.
  2. Künstler*innen 2007 Michelle Grob 1980, Luzern. In: jungkunst.ch. Abgerufen am 24. Juni 2025.
  3. Arbeiten von Michelle Grob im Kunstraum. In: Südostschweiz. 5. Juni 2013, abgerufen am 24. Juni 2025.
  4. Anne Schellhorn: Michelle Grobs Masche mit dem bisschen Haushalt. In: Südostschweiz. 31. März 2011, abgerufen am 24. Juni 2025.
  5. Polyglott. In: Neue Zürcher Zeitung. 4. Dezember 2009, S. 59: „Einst eine Markthalle, ist der quadratische, hohe Raum, unterteilt durch vier Stahlsäulen, heute ein Ausstellungsraum. Die Arbeiten von Jacqueline Benz finden sich in der linken Hälfte des Raumes, die von Michelle Grob in der rechten Hälfte. Doch entsteht der Eindruck, die beiden Künstlerinnen hätten eine gemeinsame Installation entwickelt, so nahtlos verflechten sich die Werke.“
  6. Urs Bugmann: Gegen vertraute Gewohnheiten. In: Luzerner Zeitung. 2. Dezember 2011: „ichelle Grob (31) etwa setzt Gobelins mit Spitzweg-Reproduktionen zu Collagen zusammen, die den Kitsch durchbrechen.“
  7. Martina Kammermann: Die Geheimwaffe vom Neubad. In: kultz.ch. 18. August 2021, abgerufen am 24. Juni 2025.
  8. Jessica Bamford: Secondhand gegen Ladensterben: «Der Laden ist auch ein sozialer Ort, ein Treffpunkt für das ganze Quartier». In: Luzerner Zeitung. 19. September 2023, abgerufen am 24. Juni 2025.

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