Michael Turzer

Balance und dual vor der Sparkasse Hessental

Michael Turzer (* 25. Juni 1949 in Stuttgart) ist ein deutscher Maler und Objektkünstler.[1]

Farbraum 148 vor der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall
Gegenseitig haltend beim Finanzamt Schwäbisch Hall

Leben

Michael Turzer ist Autodidakt. Zu Beginn von Michael Turzers künstlerischen Schaffens, Ende der 1960er Jahre, stand die bewusste Ablehnung des Akademismus. Das Abenteuer des Selbstfindens und Selbstseins findet Ausdruck in einer aus dem Wesen des Künstlers sich entwickelnder Kunst, fern jeglicher sogenannter Schulen. Dieser Ansatz bestimmt sein Werk bis heute.

Über Jahrzehnte hat er eine ganz eigene Formensprache entwickelt, die ihren Ausdruck findet in Grafiken, Gemälden, Kleinskulpturen aus Alabaster[2] oder großformatigen Werken für den öffentlichen Raum.[3] Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt in Schwäbisch Hall, wo er seit 1986 sein Atelier hat.[4] Dort findet sich eine Vielzahl seiner Skulpturen aus Stahl, Stein, aus Holz oder Bronze. Turzers Werke sind Mittler zwischen den Betrachtenden und den sie umgebenden Orten.

Michael Turzer lebt in Gschwend, einem Dorf im Schwäbischen Wald. Dort ist er einer der Initiatoren des Gschwender Musikwinters, einer überregional bekannten Veranstaltungsreihe für Jazz, Klassische Musik und Literatur.[5][3][6] In der Werkstatt seines Landhauses nutzt er einen historischen Kaffeeröster, dessen Pulver er für seine Kaffeebilder verwendet.[7][8] Anfang 2025 eröffnete Turzer in Gschwend eine Kunstgalerie.[9]

Werke (Auswahl)

  • Skulptur Hermesflügel, Schwäbisch Hall, Untere Herrngasse, 1987[4]
  • Skulptur Gegenseitig-Haltend, Schwäbisch Hall, Bahnhofstraße, 1996[4]
  • Skulptur Farbraum 148, Schwäbisch Hall, Kolpingstraße, 1997
  • Skulptur Baumskulptur, Waiblingen, Erlensinsel 1998[10]
  • Skulptur Salzkristall, Schwäbisch Hall, Solebad, 2002
  • Wandgemälde Hoffnung, Rosengarten, Rosengartenhalle, 2017[11]
  • Skulptur Balance und dual, Schwäbisch Hall-Hessental
  • Münzen-Brunnen, Schwäbisch Hall, Sparkassenplatz[8]

Ausstellungen (Auswahl)

Commons: Michael Turzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Turzer Michael. In: LEO-BW.de. Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 23. Juni 2022.
  2. Weisse Arbeiten 1999–2020. In: YouTube. 11. September 2019, abgerufen am 23. Juni 2022.
  3. a b Dinge des Lebens: Objekte und Zeichnungen von Michael Turzer und Klaus Micklitz. In: remszeitung.de. Remsdruckerei Sigg, Härtel u. Co. KG, 30. Dezember 2009, archiviert vom Original am 10. April 2024; abgerufen am 23. Juni 2022.
  4. a b c Kunstspaziergang: Schwäbisch Hall. In: schwaebischhall.de. Stadt Schwäbisch Hall, abgerufen am 23. Juni 2022.
  5. Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg e.V.: Zentrenliste BW. In: laks-bw.de. Archiviert vom Original am 10. Dezember 2024; abgerufen am 28. Juni 2022.
  6. Das Bilderhaus über Jahre geprägt. In: gmuender-tagespost.de. SDZ Druck und Medien GmbH, 28. Mai 2021, abgerufen am 24. März 2026.
  7. Anke Velten: Bilder aus dem Rösterei-Atelier. In: Weser-Kurier.de. 28. April 2016, abgerufen am 23. Juni 2022.
  8. a b Hans Kumpf: Schwäbisch Hall: Gemahlener Kaffee gemalt. In: swp.de. Südwest Presse, 15. März 2018, abgerufen am 24. März 2026.
  9. Programmheft 39. musikwinter Saison 2025/26. (PDF) In: bilderhaus.de. bilderhaus e. V., 6. August 2025, S. 20, abgerufen am 24. März 2026.
  10. Michael Turzer, Baumskulptur, 1998. Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, abgerufen am 23. Juni 2022.
  11. Kunst in Rosengarten. Gemeinde Rosengarten, abgerufen am 23. Juni 2022.
  12. Die Dauer der Begegnung: Arbeiten von Michael Turzer 1971-2019. Michael & Dominique Turzer, Schwäbisch Hall 2019, ISBN 978-3-9525565-9-7.
  13. a b Michael Turzer: [vom Maibaum zum Schrein] ; 1997 Ausstellung in Verbindung mit dem Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall - Wackershofen ; 1998 Ausstellung Bilderhaus e.V. Gschwend (= Kataloge und Begleitbücher / Hohenloher Freilandmuseum. Nr. 13). Hohenloher Freilandmuseum, Schwäbisch Hall 1997, ISBN 978-3-9804327-2-6.

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