Maruny
| Maruny | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: |
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Olsztyn | |
| Gmina: | Barczewo | |
| Geographische Lage: | 53° 51′ N, 20° 40′ O | |
| Einwohner: | 342 (2011[1]) | |
| Postleitzahl: | 11-010[2] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOL | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | (Barczewo/DK 16–) Dąbrówka Mała ↔ Szynowo–Tuławki | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Maruny (deutsch Groß Maraunen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Barczewo (ehemalige Stadt-und-Land-Gemeinde Wartenburg in Ostpreußen) im Powiat Olsztyński (ehemaliger Kreis Allenstein).
Geographische Lage
Maruny liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer nordöstlich der Kreis- und Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn.
Geschichte
Ortsgeschichte
Als Kunlawken wurde der Gutsort mit den späteren Namen Merunen, Merunendorf und Groß Maraunen im Jahre 1349 gegründet.[3] 1785 wurde er als „adliges Gut und Bauerndorf Maraunen“ im Amt Wartenburg im Kreis Heilsberg mit 16 Feuerstellen erwähnt.[4]
Am 7. Mai 1874 wurde Groß Maraunen Sitz des neu errichteten Amtsbezirks Maraunen, der bis 1945 bestand und zum Kreis Allenstein im Regierungsbezirk Königsberg (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.[5]
Im Jahre 1910 zählte der Gutsbezirk Groß Maraunen 174 Einwohner.[6] Am 30. September 1928 vergab Groß Maraunen seine Selbständigkeit und wurde nach Neu Maraunen (polnisch Biedowo) eingemeindet.[5] Am gleichen Tag wurde die Gemeinde Neu Maraunen in „Maraunen“ umbenannt.
In Kriegsfolge kam das gesamte südliche Ostpreußen 1945 zu Polen. Die Ortschaft Groß Maraunen erhielt die polnische Namensform „Maruny“, während die Gemeinde Maraunen polnisch „Biedowo“ genannt wurde. Das kleine Dorf Maruny ist heute ein Teil der Stadt-und-Land-Gemeinde Barczwo im Powiat Olsztyński, 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Amtsbezirk Maraunen (1874–1945)
Zum Amtsbezirk Maraunen gehörten bei seiner Errichtung fünf Orte, am Ende waren es aufgrund struktureller Veränderungen nur noch zwei:[5]
| Deutscher Name | Polnischer Namen | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Alt Wartenburg | Barczewko | |
| Groß Maraunen | Maruny | 1928 nach Neu Maraunen eingemeindet |
| Klein Damerau | Dąbrówka Mała | wohl ebenfalls nach Neu Maraunen eingegliedert |
| Neu Maraunen 1928–1945: Maraunen |
Biedowo | |
| Reuschhagen | Ruszajny | in die Stadt Wartenburg eingegliedert |
Im Januar 1945 bildeten lediglich noch Alt Wartenburg und Maraunen den Amtsbezirk Maraunen.
Kirche
Bis 1945 war Groß Maraunen in die evangelische Kirche Wartenburg (Ostpreußen)[7] (polnisch Barczewo) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Anna in Wartenburg[8] eingepfarrt.
Während Maruny katholischerseits weiterhin zu Barczewo, nun im Erzbistum Ermland gelegen, gehört, ist der Ort evangelischerseits der Christus-Erlöser-Kirche Olsztyn zugeordnet. Sie gehört zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Maruny liegt an einer Nebenstraße, die unweit von Barczewo (Wartenburg) bei Dąbrówka Mała (Klein Damerau) von der polnischen Landesstraße 16 (einstige deutsche Reichsstraße 127) abzweigt und über Szynowo (Schönau) bis nach Tuławki (Tollack) in der Gmina Dywity (Landgemeinde Diwitten) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Persönlichkeiten
Aus dem Ort gebürtig
- Paul Kunckel (* 27. Juni 1844 in Groß Maraunen), deutscher Richter und Kommunalbeamter († 1925)
Einzelnachweise
- ↑ Polska w Liczbach: Wieś Maruny w liczbach (polnisch)
- ↑ Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 776 (polnisch) ( vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive)
- ↑ Dietrich Lange: Groß Maraunen. In: Geographisches Ortsregister Ostpreußen. 2005.
- ↑ GenWiki: Gut Groß Maraunen
- ↑ a b c Rolf Jehke: Amtsbezirk Maraunen.
- ↑ Der Landkreis Allenstein im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2025; abgerufen am 14. Oktober 2025.
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Domumente. Göttingen 1968, S. 490.
- ↑ GenWiki: Kirchspiel Wartenburg-St. Anna
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.
