Martin Korpitsch
Martin Korpitsch (* 23. April 1956 in Graz; † 10. Mai 2021 in Eisenstadt) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester und Dompropst. Ab 2013 war er Generalvikar der Diözese Eisenstadt.
Leben
Martin Korpitsch wuchs in der südburgenländischen Gemeinde Mogersdorf auf.[1] Er besuchte das Bischöfliche Knabenseminar in Mattersburg und maturierte 1974 am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Mattersburg.[2] Sodann studierte er Philosophie und Theologie an der Katholischen-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Am 29. Juni 1980 empfing er im Eisenstädter Martinsdom durch Bischof Stephan László die Priesterweihe. Er war Kaplan an der Dompfarre, bischöflicher Sekretär und Mitarbeiter des Organisationsteams zum Papstbesuch 1988 im Burgenland. Ab 1988 war er in der Seelsorge in Schützen und Donnerskirchen tätig. 1995 wurde er Stadtpfarrer, ab 2000 Dechant, in Pinkafeld. Er engagierte sich als Diözesanpräses des Österreichischen Kolpingwerkes in Eisenstadt und als geistlicher Assistent der Caritas.[3]
2005 wurde er Propst und Stadtpfarrer der Propstei- und Stadtpfarre Eisenstadt-Oberberg sowie Stadtpfarrer in Eisenstadt-Kleinhöflein. 2006 erfolgte die Aufnahme als Kanoniker des Kathedralkapitels zum heiligen Martin in Eisenstadt. Neben seinem Seelsorgeamt für die Gehörlosen im Bistum Eisenstadt war er auch Dechant-Stellvertreter und Dekanatsleiter des Dekanates Eisenstadt, dessen Dechant er im Jahr 2012 wurde.[3] Per 1. September 2013 wurde Korpitsch von Bischof Ägidius Zsifkovics zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt. Er folgte in diesem Amt dem burgenländischen Theologen Georg Lang nach.
Korpitsch engagierte sich für zahlreiche soziale Projekte und die Christen im Heiligen Land. 2008 wurde er vom Kardinal-Großmeister John Patrick Foley zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und durch Erzbischof Alois Kothgasser, Großprior der österreichischen Statthalterei, in der Basilika Frauenkirchen investiert. Er war Offizier des Päpstlichen Laienordens.[4]
Martin Korpitsch starb im Mai 2021 nach schwerer Krankheit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt[3] und wurde in seiner Heimatgemeinde Mogersdorf bestattet.[5][6] Im Oktober 2021 wurde im Gedenken an den Generalvikar der Diözese Eisenstadt eine Etappe des Pannonischen Martinusweges, ausgehend von Mogersdorf über Jennersdorf nach Sankt Martin an der Raab als Martin-Korpitsch-Weg benannt.[1]
Literatur
- Martin Korpitsch (* 1956 / † 2021). Seelsorger, Priester, langjähriger Generalvikar der Diözese Eisenstadt. In: Dominik Orieschnig: Das uneindeutige Land. Eine Geschichte des Burgenlands, erzählt durch Objekte, Orte und Menschen. echomedia Buchverlag Wien 2022, ISBN 978-3-903989-22-1, S. 300–303.
Weblinks
- Diözese Eisenstadt trauert um Generalvikar Korpitsch Artikel vom 11. Mai 2021 auf meinekirchenzeitung.at, abgerufen am 13. Juni 2024.
Einzelnachweise
- ↑ a b Eröffnung des Martin-Korpitsch-Weges In: martinus.at, 20. Oktober 2021, abgerufen am 12. August 2026.
- ↑ Johann Werfring: Das Bischöfliche Seminar Mattersburg 1954–1998. Herausgegeben vom Diözesanarchiv Eisenstadt, St. Martins-Verlag, Eisenstadt 2026, ISBN 978-3-900120-15-3, S. 102.
- ↑ a b c „Diözese Eisenstadt trauert um Generalvikar Martin Korpitsch“ auf kathpress.at vom 11. Mai 2021.
- ↑ Parte Martin Korpitsch. In: oessh.at. Abgerufen am 9. Juli 2021.
- ↑ Parte Martin Korpitsch. In: martinus.at. Abgerufen am 25. Mai 2021.
- ↑ Elisabeth Kloiber: Abschied von Generalvikar Martin Korpitsch In: meinbezirk.at, 24. Mai 2021, abgerufen am 2. August 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Korpitsch, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer römisch-katholischer Theologe und Generalvikar der Diözese Eisenstadt |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1956 |
| GEBURTSORT | Graz |
| STERBEDATUM | 10. Mai 2021 |
| STERBEORT | Eisenstadt |
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