Marie Burger-Mathys
Marie Burger-Mathys, geborene Marie Mathys, spätere Marie Fritz-Mathys (* 23. Februar 1875 in Zofingen; † 10. Februar 1953 in Nussbaumen bei Baden), war eine Schweizer Konzertsängerin und Gesangspädagogin.
Leben
Seit dem dritten Lebensjahr bis kurz vor ihrem Tode lebte Burger-Mathys in Aarau.[1] Für ihre musikalische Ausbildung besuchte sie die Konservatorien in Zürich (Gottfried Angerer), Frankfurt und Berlin. Einen ersten grossen Auftritt hatte Burger-Mathys im Festspiel der aargauischen Zentenarfeier vom 4. bis 6. Juli 1903 als Argovia und Aarekönigin. Später gab sie wiederholt eigene Konzerte in der Schweiz,[2] in Deutschland,[3] Frankreich und Italien; jahrzehntelang war Fritz-Burger-Mathys eine vielgesuchte Sopransolistin für Liederkonzerte, Opern und Oratorien.
In erster Ehe war Marie Mathys mit dem Oberrichter Hans Burger, nach dessen Tod mit dem Architekten Max Fritz verheiratet.[1] «Ihr gepflegtes Heim an der Westallee war während langer Zeit ein musisches Zentrum von Aarau.»[1]
Würdigung
Im Biographischen Lexikon des Aargaus attestierte Bruno Müller der Sängerin Burger-Mathys, ihre «aussergewöhnliche Begabung, unermüdliches Schaffen an der eigenen Vervollkommnung, persönlicher Charakter haben die Künstlerin zu höchster Anerkennung im In- und Ausland geführt».[1]
Im Burgdorfer Tagblatt wurde am 8. April 1913 ihr Auftritt gelobt: «Ganz besonders gefallen hat die Sopranistin, Frau Marie Burger-Mathys, das frische Temperament dieser Sängerin; ihr dramatisch-belebter Vortrag lassen sie wie geschaffen erscheinen zur Verkörperung der leidenschaftlichen Partie der Nicaso. Man findet selten einen Sopran, der so mühelos auch in den höchsten Stimmlagen sich bewegt und über ein so weiches Forte verfügt. Aber nicht nur die dramatisch bewegten Stellen, auch die zart-musikalischen gelangen der Sängerin aufs beste und es wird die Jnnigkeit, mit der Frau Burger, die so überaus schöne Stelle vortrug: ‹In heilig süßen Stunden, Der reinsten Lieb und Treu, Da hab ich Gott gefunden!› allen Zuhörern unvergeßlich bleiben.»[4]
Und bereits 1909 war in der Berner Zeitung Der Bund zu lesen: «Für die Konzerte vom Samstag abend und Sonntag nachmittag sind zur Mitwirkung Frau Marie Burger-Mathys, Sopran, und Frl. Lisa Burgmeier, Alt, aus Aarau, zugezogen worden. Beide Damen haben bereits zu verschieden Malen einzeln in Bern mit besten Erfolgen gesungen. Diesmal vereinigen sie sich auch zu Duetten, mit denen sie in letzter Zeit in mehreren Städten, so in Köln, in einem Konzert des General-Musikdirektors Steinbach, ausgezeichnet reüssierten.»[5]
Literatur
- Bruno Müller: Burger-Mathys, Marie, in: Biographisches Lexikon des Aargaus 1803–1957, hrsg. von der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Sauerländer, Aarau 1958, S. 123, online: doi:10.5169/seals-1029461, mit Porträtfoto im Anhang.
- Kurzer Nachruf im Aargauer Tagblatt, 11. Februar 1953.
- Paul Ehrismann: Hundert Jahre Orchesterverein Aarau. In: Aarauer Neujahrsblätter. Band 63, 1989, online: doi:10.5169/seals-558959.
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Biographisches Lexikon des Aargaus 1803-1957. 1958, S. 123, doi:10.5169/SEALS-1029461 (e-periodica.ch [abgerufen am 7. April 2025]).
- ↑ Paul Erismann: Hundert Jahre Orchesterverein Aarau. In: Aarauer Neujahrsblätter. Band 63, 1989, ISSN 1664-8323, S. 4, doi:10.5169/seals-558959 (e-periodica.ch [abgerufen am 23. März 2025]).
- ↑ Musikpädagogische Blatter. Zentralblatt fur das gesamte musikalische Unterrichtswesen. W. Peiser Verlag, Berlin 1878 (archive.org [abgerufen am 7. April 2025]).
- ↑ Die «Manasse»-Aufführung des Konzertvereins Burgdorf. In: Burgdorfer Tagblatt. 8. April 1913, S. 2, abgerufen am 23. März 2025.
- ↑ Stadt Bern. Berner Liedertafel. In: Der Bund. Abendblatt, 25. Juni 1909, S. 3, abgerufen am 23. März 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burger-Mathys, Marie |
| ALTERNATIVNAMEN | Mathys, Marie (Geburtsname); Fritz-Mathys, Marie |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Konzertsängerin und Gesangspädagogin |
| GEBURTSDATUM | 23. Februar 1875 |
| GEBURTSORT | Zofingen |
| STERBEDATUM | 10. Februar 1953 |
| STERBEORT | Nussbaumen bei Baden |
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.