Manduro

Manduro
Rasse: Englisches Vollblut
Vater: Monsun
Mutter: Mandellicht
Mutter-Vater: Be My Guest
Geschlecht: Hengst
Geburtsjahr: 2002
Land: Deutschland
Farbe: Schwarzbraun
Stockmaß: 162 cm
Züchter: Rolf Brunner
Besitzer: Muhammad ibn Raschid Al Maktum
Trainer: André Fabre
Rekord: 18 Starts: 10 Siege, 8 Plätze
GAG: 96 - 95 - 100 - 105 kg
Gewinnsumme: 1.513.996 €
Größte Siege, Titel und Auszeichnungen
Größte Siege
Prix d'Ispahan 2007
Prince of Wales’ Stakes 2007
Infobox zuletzt modifiziert am: 18. März 2013.

Manduro (* 9. März 2002; † 27. Juni 2020) war ein Englisches Vollblutpferd, das 2007 die Weltrangliste der besten Galopprennpferde anführte (World Thoroughbred Racehorse Rating – vormals International Classification: 134 lbs). In seiner Karriere gewann der Hengst zehn seiner 18 Rennen, war 3-mal Zweiter und 4-mal Dritter und 1-mal Vierter bei insgesamt 1.513.996 Euro Preisgeld.[1]

Zwischen 2004 und 2007 wurde er einer der besten Galopper Deutschlands. Er stand in der Obhut des erfolgreichsten europäischen Galopptrainers, des französischen Abonnementchampions André Fabre, in Chantilly bei Paris. In seinem ersten Jahr als Rennpferd 2004 – als er sich mit einem überlegenen Sieg im Preis des Winterfavoriten schon an die Jahrgangsspitze setzte – verdiente Manduro 87.550 Euro, 2006 waren es bereits 223.599 Euro.[2] Sein erfolgreichstes Jahr war 2007. Allein der Sieg in den Prince of Wales’ Stakes im Juni erbrachte ein Preisgeld von rund 330.000 Euro.[3] Dieser Erfolg war der erste Sieg eines Pferdes aus deutscher Zucht und deutschem Besitz in einem Rennen des Royal-Ascot-Meetings. Damit erklomm er die Position eins der offiziellen Weltrangliste der Rennpferde und wurde als einer der Favoriten für den »Prix de l’Arc de Triomphe« im Oktober 2007 in Paris gehandelt.[4] Die „Generalprobe“ für dieses Rennen in Longchamp, den »Prix Foy« am 16. September 2007, gewann Manduro unter Jockey Stéphane Pasquier überlegen.[5] Nach dem Rennen wurde bekannt, dass Manduro sich dabei eine Verletzung zugezogen hatte, aufgrund derer er keine Rennen mehr bestreiten könne.[1]

Der Kölner Bankier Georg Baron von Ullmann hatte Manduro – einen Sohn von Ullmanns erfolgreichem Galopper Monsun, der auch u. a. Vater von Shirocco ist – im Jahre 2003 für 130.000 Euro bei einer Auktion in Baden-Baden erstanden. Er verkaufte das Pferd im August 2007 für einen zweistelligen Millionenbetrag[5] an einen der weltweit größten Züchter und Besitzer, Scheich Mohammed al-Maktoum aus Dubai.[6] Auf dessen Gestüt in Irland war Manduro seit 2008 für eine Decktaxe von 40.000 € als Zuchthengst aufgestellt.[7] In Irland konnte sich Manduro trotz einiger Erfolge nicht als Deckhengst durchsetzen, so dass ihn sein Besitzer nach einigen Jahren an das Haras du Logis nach Frankreich überstellte, wo er für eine Decktaxe von 7.000 € den Züchtern zur Verfügung stand. Dort verstarb er am 27. Juni 2020 an einem Herzinfarkt. Insgesamt muss gesagt werden, dass Manduro als Vererber nicht einmal annähernd die Klasse zeigen konnte, mit der als Rennpferd begeisterte.

In einem Interview mit der Racingpost anlässlich seines 70. Geburtstages[8] bezeichnete André Fabre, Frankreichs erfolgreichster Trainer aller Zeiten, Manduro als das mit Abstand beste Pferd, das er je trainiert hat.

Einzelnachweise

  1. a b Karriere-Ende für Manduro. (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland. 17. September 2007.
  2. Pferdestammdaten und Rennleistung. Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, archiviert vom Original am 14. Juni 2015; abgerufen am 20. August 2007.
  3. Ullmann-Pferd Manduro gewinnt in Royal Ascot. In: Pferdenachrichten von Telerent 24. 21. Juni 2007, archiviert vom Original am 12. Februar 2013; abgerufen am 20. August 2007.
  4. Erfolgreichstes Galopprennpferd der Welt in Kölner Besitz. In: Köln Nachrichten. 23. Juli 2007, archiviert vom Original am 29. September 2007; abgerufen am 20. August 2007.
  5. a b @1@2Vorlage:Toter Link/www.ftd.deManduro imponiert bei Generalprobe. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2026. Suche im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland. 16. September 2007.
  6. "Manduro" nach Dubai verkauft. In: sport1.de. 20. August 2007, archiviert vom Original am 30. September 2007; abgerufen am 20. August 2007.
  7. @1@2Vorlage:Toter Link/www.turf-times.deManduro (GER) 2002. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2026. Suche im Internet Archive) In: turf-times.de.
  8. André Fabre at 70: seven of the best he has trained. (Memento vom 29. Mai 2016 im Internet Archive) In: Racingpost. 9. Dezember 2015 (englisch).

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