János Parti

János Parti [] (* 24. Oktober 1932 in Budapest; † 6. März 1998 ebenda) war ein ungarischer Kanute und Olympiasieger.
Er begann seine sportliche Laufbahn als Eishockeyspieler, setzte sie als Eisschnellläufer fort und wurde mit siebzehn Jahren Kanute bei Városi Tanács SK und Budapesti Petőfi. In der Saison 1952/53 spielte er Eishockey für VM Vendéglátó in der höchsten Spielklasse. Parti gewann insgesamt 18 ungarische Meistertitel. Von 1952 bis 1963 gehörte er der ungarischen Kanu-Nationalmannschaft an.
Bereits 1952 belegte er bei den Olympischen Spielen in Helsinki den zweiten Platz im Einer-Canadier über 1000 Meter hinter Josef Holeček aus der Tschechoslowakei. 1954 holte er auf der gleichen Strecke Gold bei der Weltmeisterschaft in Mâcon. Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne trat er auf der 10.000-Meter-Strecke an und wurde Zweiter hinter dem Rumänen Leon Rotman.
Nachdem er bei der Weltmeisterschaft 1958 in Prag auf der 1000-Meter-Strecke nur Vierter geworden war, belegte er 1959 bei der Europameisterschaft in Duisburg den zweiten Platz. Ebenfalls in Duisburg verteidigte er seinen Europameistertitel von 1957 auf der 10.000-Meter-Strecke, die er 1961 zum dritten Mal gewann. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom stand die 10.000-Meter-Strecke nicht mehr auf dem Programm. Parti siegte auf der 1000-Meter-Strecke und erhielt nach zwei Silbermedaillen doch noch olympisches Gold.
Während seiner Karriere hatte er Englisch und anschließend Jura studiert. 1965 beendete er seine aktive Sportlerkarriere.
1963 wurde er Trainer für Kanurennsport an der ungarischen Sport-Hochschule (Magyar Testnevelési és Sporttudományi Egyetem) und schloss 1968 sein Jurastudium an der Eötvös-Loránd-Universität ab. Von 1962 bis 1970 war er Direktor und Bootskonstrukteur des Sporthajóépítő Vállalat (Sportverein) und von 1970 bis 1977 Schiffbauer. Parallel dazu war er Vereinstrainer bei Városi Tanács SK und Budapesti Petőfi, später bei Budapest SE und von 1971 bis 1977 bei Budapesti Honvéd SE. Ab 1977 war er Nationaltrainer der ungarischen Kajak- und Kanu-Nationalmannschaft. Unter seiner Führung entwickelte sich Ungarn zu einer der erfolgreichsten Kanu-Nationen. Nach den Olympischen Spielen 1988 in Seoul beendete er seine aktive Karriere. 1992 kandidierte er für das Amt des Präsidenten des Ungarischen Kajak- und Kanuverbandes und war anschließend von 1992 bis 1997 dessen Vizepräsident.
Literatur
- Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik II. London 1948 – Tokio 1964. Sportverlag Berlin, Berlin 1998, ISBN 3-328-00740-7.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Parti, János |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarischer Kanute und Olympiasieger |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1932 |
| GEBURTSORT | Budapest |
| STERBEDATUM | 6. März 1998 |
| STERBEORT | Budapest |
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