Julius Ewald

Julius Wilhelm Ewald (* 3. Dezember 1811 in Berlin; † 11. Dezember 1891) war ein deutscher Geologe und Paläontologe.

Leben

Grabstätte auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof

Ewald studierte in Bonn und Berlin, wo er bei Christian Samuel Weiss mit einer mineralogisch-kristallographischen Arbeit promoviert wurde. Danach reiste er mit seinem Freund Heinrich Ernst Beyrich zwei Jahre durch Frankreich, die Schweiz, Italien und Spanien und studierte besonders die Kreide-Fossilien in Südfrankreich (vor allem Rudisten). Er legte im Lauf seines Lebens eine umfangreiche Fossiliensammlung an, die 1892 als Schenkung an das Museum für Naturkunde Berlin kam.[1] Ab 1855 studierte er die Kreide am Nordrand des Harzes und erstellte eine 1864 veröffentlichte geologische Karte des Gebiets von Magdeburg bis zum Harz im Maßstab 1:100.000. Er war ein enger Mitarbeiter von Leopold von Buch, dessen Werke er ab 1867 mit herausgab (mit einer unvollendeten Biographie von Buch aus seiner Hand).

Er war von Haus aus wohlhabend und nahm nie ein öffentliches Amt wahr.

1848 war er eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Geologischen Gesellschaft und neben Heinrich Ernst Beyrich, Heinrich Girard und Gustav Rose deren erster Schriftführer. Im Jahr 1853 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und 1860 Mitglied der Leopoldina.

Julius Ewald starb 1891 im Alter von 80 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg.[2] Eine Gedenktafel im Naturkundemuseum Berlin erinnert an ihn.

Werke

  • De crystallis duorum axium opticorum. Schade, Berlin 1837. (Digitalisat)
  • Quelques rémarques sur les nummulites par Jules Ewald, avec une note du prof. Ch. Th. Ant. Catullo sur l'inadmissibilité de la faune fossile annocée par M. Ewald comme caractéristique de la grande formation nummuilitique du terrain tertiaire. Padua 1848. (Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. Mineralogisch-petrographische Sammlungen, Museum für Naturkunde Berlin (Memento des Originals vom 10. Juli 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sammlungen.hu-berlin.de
  2. Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006, S. 301.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.