Harry Boland

Harry Boland

Henry James „Harry“ Boland (irisch Énrí Ó Beoláin; * 27. April 1887 in Dublin; † 1. August 1922 ebenda) war ein irischer Republikaner und Politiker der Sinn Féin. Er war von Januar 1919 bis zu seinem Tod am 1. August 1922 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus des Oireachtas.

Biografie

Boland war in eine republikanische Familie hinein geboren worden. Sein Vater war bereits ein engagiertes Mitglied der Irish Republican Brotherhood (IRB), sein Bruder Gerald Boland wurde später Justizminister des irischen Republik. 1904 wurde auch Harry Boland Mitglied der IRB und später auch der Irish Volunteers. Ihm wird nachgesagt, dass er Michael Collins in die Bruderschaft eingeführt habe. 1914 war er Schiedsrichter des Finales der All-Ireland Senior Football Championship (im Gaelic Football). Während des Osteraufstands 1916 war er in Dublin aktiv und verschanzte sich mit anderen im General Post Office. Er unterstützte Michael Collins und auch Éamon de Valera im irischen Unabhängigkeitskrieg. Bei der britischen Unterhauswahl 1918 wurde er im Wahlkreis Roscommon South in das House of Commons in Westminster gewählt. Wie die übrigen gewählten (süd)irischen Abgeordneten versammelte er sich mit diesen aber stattdessen im Januar 1919 im Mansion House in Dublin und bildete den Revolutionary Dáil. Von 1919 bis 1920 war er Präsident der IRB. Mitte 1919 wurde er als Gesandter in die USA geschickt, um Geldmittel für den jungen irischen Staat aufzutreiben. Boland vermittelte auch ein Darlehen an die sowjetrussische Regierung in Höhe von 20.000 US-Dollar. Bei den Wahlen 1921 konnte er seinen Sitz im Wahlkreis Mayo South–Roscommon South verteidigen. Er stimmte gegen den anglo-irischen Vertrag und kämpfte im irischen Bürgerkrieg gegen die Streitkräfte des irischen Freistaats. Er wurde bei den Wahlen 1922 wiedergewählt.[1] Als er am 31. Juli 1922 in Skerries verhaftet werden sollte, wurde er angeschossen. Am Tag danach verstarb er an den Folgen.

Literatur

  • Andrew Brasier, John Kelly: Harry Boland. A Man Divided. Dublin 2000.
  • David Fitzpatrick, David: Harry Boland's Irish Revolution. Cork 2003.
  • Jim Maher: Harry Boland. A Biography. Cork 1998.
Commons: Harry Boland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Electionsireland.org: Harry James Boland

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.