Hans Ströbitzer

Hans Ströbitzer (* 2. April 1930 in Strengberg; † 14. Oktober 2017 in St. Pölten[1]) war ein österreichischer Journalist und Publizist.

Leben

Ströbitzer studierte Staatswissenschaften. Er war von 1964 bis 1995 Chefredakteur der Niederösterreichischen Nachrichten. In dieser Zeit steigerte er die Auflage von 90.000 auf 600.000 Exemplare.[2] Er schrieb 17 Jahre lang Kommentare für Radio Niederösterreich. Von 1970 bis 1981 war er außerdem Schriftleiter der Fachzeitschrift Information und Meinung. Ströbitzer war unter anderem Vorstandsmitglied des Verbands katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs.[3] Der Journalist Stefan Ströbitzer ist sein Sohn.[4]

1967 erhielt er den Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung. 2010 wurde Ströbitzer mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet.[5] Landeshauptmann Erwin Pröll würdigte Ströbitzer als „Leitfigur für Generationen von Journalisten“.[6] 2011 erhielt er den Niederösterreichischen Kulturpreis in der Kategorie Erwachsenenbildung.[7]

Ströbitzer lebte in St. Pölten[8], wo 2020 die Ströbitzerstraße nach ihm benannt wurde,[9][10] und war verheiratet mit seiner Gattin Inge.

Publikationen

Herausgeberschaften

Auszeichnungen

Hans-Ströbitzer-Preis

Im Jahr 2017 schrieb der Pressverein der Diözese St. Pölten einen mit 5000 Euro dotierten Ströbitzer gewidmeten Preis für Jungjounalisten aus.

Ausgezeichnet wurden:

  • 2023:[14]
    • Daphne Hruby (ORF Ö1)
    • Thomas Winkelmüller (Datum)
    • Victoria Schwendenwein (Furche)
    • Nachwuchspreis: Maria Prchal (NÖN)
    • Heinz Nußbaumer (Ehrenpreis für sein Lebenswerk)
  • 2025:[15]
    • Ines Schaberger (Schweizer Fernsehen SRF)
    • Kathrin Pollak-Greilberger (Zeit im Bild, ORF)
    • Emmanuela Sutter (Corrigenda/Exxpress)
    • Philipp Grabner (Niederösterreichischen Nachrichten, Nachwuchspreis)
    • Hans Winkler (Ehrenpreis für sein Lebenswerk)

Einzelnachweise

  1. Langjähriger NÖN-Chefredakteur Ströbitzer tot, abgerufen am 15. Oktober 2017
  2. a b Bundeskanzleramt: Bundeskanzler Faymann verleiht Hans Ströbitzer das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (Memento vom 14. Dezember 2010 im Internet Archive)
  3. Pressemitteilung des Residenz Verlags vom 2. April 2010
  4. Elisabeth Horvath: Kommt was Besseres nach? In: Der Österreichische Journalist, Ausgabe 8/9 2011
  5. Langjähriger NÖN-Chefredakteur Ströbitzer geehrt In: Der Standard online vom 29. April 2010
  6. Hohes Bundes-Ehrenzeichen für Prof. Ströbitzer APA-Meldung vom 30. April 2010, abgerufen am 2. Jänner 2015.
  7. @1@2Vorlage:Toter Link/www.noen.atNÖN.at. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) vom 21. November 2011
  8. Biografische Angaben beim Residenz Verlag
  9. Straßennamen. In: st-poelten.at. 31. Dezember 2022, abgerufen am 31. Dezember 2022.
  10. Hans Ströbitzer: Über 30 Jahre für die NÖN. In: noen.at. 31. Dezember 2022, abgerufen am 31. Dezember 2022.
  11. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  12. Niederösterreichische Nachrichten, Printausgabe 32/2020, S. 48
  13. Viel NÖN beim Ströbitzer-Preis. In: noen.at. 17. Mai 2022, abgerufen am 5. Juni 2022.
  14. Heinz Nußbaumer erhält "Hans-Ströbitzer-Preis" für Lebenswerk. In: Salzburger Nachrichten/KAP. 23. Mai 2023, abgerufen am 23. Mai 2023.
  15. Auszeichnung für Philipp Grabner (NÖN), Winkler für Lebenswerk geehrt. In: noen.at. 20. Mai 2025, abgerufen am 20. Mai 2025.

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