Good Cop Bad Cop

Film
Titel Good Cop Bad Cop
Originaltitel Bon Cop, Bad Cop
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Eric Canuel
Drehbuch Leila Basen
Alex Epstein
Patrick Huard
Kevin Tierney
Produktion Kevin Tierney
Musik Michel Corriveau
Kamera Bruce Chun
Schnitt Jean-François Bergeron
Besetzung

Good Cop Bad Cop (Bon Cop, Bad Cop) ist eine kanadische Actionkomödie von Regisseur Eric Canuel aus dem Jahr 2006. Die Hauptrollen spielen Colm Feore und Patrick Huard. Es ist einer der finanziell erfolgreichsten kanadischen Kinofilme.

Handlung

Martin Ward ist ein englischsprachiger Polizist aus Ontario, der sich streng an die Vorschriften hält. David Bouchard hingegen ist ein französischsprachiger Polizist aus Québec, der das Gesetz nach Bedarf auslegt. Diese unterschiedlichen Charaktere müssen zusammenarbeiten, als ein Ermordeter genau an der Grenze zwischen Ontario und Québec aufgefunden wird – Beine in Ontario, Oberkörper in Québec. Die Leiche wird als Benoît Brisset identifiziert, ein Eishockey-Manager aus Montreal; ihm wurde eine Tätowierung gestochen. Nachdem eine weitere Leiche auftaucht, die auf die gleiche Art und Weise ermordet wurde und der auch ein Tattoo gestochen wurde, das jeweils einen Hinweis auf das nächste Opfer gibt, wird klar, dass sie nach einem Serienmörder suchen müssen.

Sie ermitteln im Eishockeymilieu und können schon bald nach einer Kneipenschlägerei ihren wichtigsten Zeugen verhaften. Bouchard fährt jedoch mit dem Zeugen im Kofferraum zu einer Ballettaufführung seiner Tochter, da er ihr dies versprochen hat, und lässt den Zeugen während der Vorstellung im Kofferraum.

Nach der Vorstellung sieht er seinen Wagen am Haken eines Abschleppers, weil er den Zugang für Behinderte blockierte. Kurz darauf explodiert das Auto und der Zeuge stirbt. Sie besuchen dessen Familie und kommen dem Täter immer näher. Dieser entführt aber Gabrielle, die Tochter Bouchards, um sie gegen sein letztes Opfer einzutauschen.

Detective Ward wendet schließlich genauso unorthodoxe Methoden an wie sein Kollege. Die beiden sind gezwungen, Harry Buttman, das letzte Opfer, auszuliefern, nachdem der Verbrecher seinen Helfer Luc Therrien erschossen hat und droht, seine Geisel in die Luft zu sprengen. In einem blutigen Kampf gelingt es ihnen, den Bösewicht zur Strecke zu bringen und Buttman und das Mädchen zu befreien. Der Killer wollte rächen, dass Eishockeyteams aus Kanada an die USA verkauft wurden. Am Ende wird zugesichert, dies in Zukunft zu unterlassen.

Kritiken

Jeremy Knox bezeichnete den Film auf filmthreat.com als „unterhaltsam“ („entertaining“) und als „SPASS“ („FUN“).[2]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Die geschickte Variante des Buddy-Movies nimmt mit schwarzem Humor landesübliche Vorurteile und Klischees aufs Korn und bindet sie in die überschaubare Thriller-Handlung ein.“[3]

Auszeichnungen

Bei den 27. Genie Awards im Jahr 2007 gewann der Film zwei Genie Awards in den Kategorien Bester Film und Bester Ton und wurde in den Kategorien

  • Beste Ausstattung
  • Beste Kamera
  • Beste Regie
  • Bester Schnitt
  • Bester Filmsong
  • Bester Hauptdarsteller
  • Bester Tonschnitt

nominiert. Außerdem gewann er einen Spezialpreis Golden Reel Award.

Der Film erhielt 2007 zwei Prix Jutras, das Billet d’Or für die höchsten Einnahmen und für den Besten Schnitt und wurde in zehn weiteren Kategorien nominiert.

Hintergrundinformationen

Das Budget betrug etwa 8 Millionen CAD. Gedreht wurde in den kanadischen Städten Montréal, Ottawa, Québec, Toronto und Vancouver vom 15. September bis 3. November 2005. Die Premiere fand am 4. Juli 2006 in Québec statt. Der Film ist in Kanada ab 13 Jahren freigegeben.

In Nordamerika wurden DVDs mit Untertiteln und der Soundtrack veröffentlicht. Bon Cop, Bad Cop wird als erster bilingualer Film der kanadischen Kinogeschichte bezeichnet („first bilingual film in Canadian cinema history“).[4]

Weltweit nahm Bon Cop, Bad Cop 12,665721 Millionen US-Dollar[5] ein (Stand: 17. Dezember 2006) und ist damit einer der finanziell erfolgreichsten kanadischen Filme aller Zeiten. Der Film erreichte mit 9,395452 Millionen CAD die bisher höchsten Einnahmen in Québec (Stand: 24. September 2006) und liegt damit auf Platz 1 vor dem romantischen Liebesdrama Séraphin: un homme et son péché (2002) von Regisseur Charles Binamé.

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Good Cop Bad Cop. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 111107/DVD; abgerufen am 17. April 2026).
  2. Kritik von Jeremy Knox. www.filmthreat.com, 2. August 2006, archiviert vom Original am 7. Juni 2011;.
  3. Good Cop Bad Cop. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 18. Juli 2018.
  4. www.northernstars.ca (Memento vom 8. Dezember 2016 im Webarchiv archive.today)
  5. Einnahmen, www.boxofficemojo.com

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