Gerda Nowack

Gerda Nowack (* 22. Januar 1915 in Breslau; † nach 1986) war eine deutsche politische Funktionärin (KPD).

Leben und Tätigkeit

Nowack war die Tochter eines Holzbildhauers und Sozialdemokraten. Nach dem Erwerb der mittleren Reife im Jahr 1930 durchlief sie eine kaufmännische Lehre und arbeitete dann als Stenotypistin.

1929 trat sie in die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) und 1930 in den Zentralverband der Angestellten (ZdA). 1931 trat Nowack mit einem Großteil der Breslauer SAJ zum Sozialistischen Jugendverband Deutschlands (SJV) über. Ende 1933 fand sie Anschluss an die illegale Kommunistische Jugendorganisation (KJO).

Bis zu ihrer ersten Verhaftung im Mai 1935 durch die Geheime Staatspolizei war Nowack illegal in der kommunistischen Untergrundorganisation gegen die im Frühjahr 1933 errichtete NS-Herrschaft tätig. Im Juli 1935 wurde sie freigelassen, weil die Gestapo hoffte, durch die heimliche Überwachung ihres Umgangs weitere Spuren zur illegalen Organisation zu finden. Nowack, der ihre Überwachung nicht entging, floh infolgedessen in die Tschechoslowakei.

Von 1935 bis 1942 wurde Nowack steckbrieflich gesucht. Im August 1942 wurde sie ausgebürgert.

Im Zuge der Annexion von Teilen der Tschechoslowakei durch die NS-Regierung im Jahr 1938 floh Nowack nach Großbritannien.

Den nationalsozialistischen Polizeiorganen nach wie vor als „gefährliche“ Staatsfeindin geltend wurde Nowack im Frühjahr 1940 vom Reichssicherheitshauptamt auf die sogenannte Sonderfahndungsliste G.B., ein Verzeichnis von Personen, die im Falle einer erfolgreichen Invasion und Besatzung der britischen Insel durch die deutsche Wehrmacht automatisch und vorrangig von Sonderkommandos der SS verhaftet werden sollten, gesetzt.[1]

1948 ging Nowack in die Vereinigten Staaten. 1962 kehrte sie nach Deutschland zurück. 1986 trat sie in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein. 1987 war sie in Nürnberg wohnhaft.

Literatur

  • Theodor Bergmann: „Gegen den Strom“. Die Geschichte der KPD(Opposition), 2001, S. 504.

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Nowack auf der Sonderfahndungsliste G.B. auf der Website des Imperial War Museums

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.