Fresing

Fresing (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Fresing
Fresing (Österreich)
Fresing (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Leibnitz (LB), Steiermark
Gerichtsbezirk Leibnitz
Pol. Gemeinde Kitzeck im Sausal
Koordinaten 46° 45′ 35″ N, 15° 26′ 52″ OKoordinaten: 46° 45′ 35″ N, 15° 26′ 52″ Of1
Höhe 285 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 335 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 3,11 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 8441f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15501
Katastralgemeindenummer 66112
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk
335

BW

Kapelle Fresing

Fresing ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Gemeinde Kitzeck im Sausal im Bezirk Leibnitz in der Steiermark. Die Ortschaft hat 335 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2026).[1]

Geschichte

Der Name Fresing leitet sich vermutlich von dem Personennamen Friso oder Frising ab. Der Ort zählt zu den ältesten Ortschaften der heutigen Gemeinde und wurde bereits im Jahr 1136 als „Frisin“ (sowie 1265 als „Vrenzen“) erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Fresing blickt auf eine jahrhundertealte Tradition im Weinbau zurück, dessen Anfänge im Sausal bis in das hohe Mittelalter und die Rodungsarbeit bayrischer Siedler unter salzburgerischer Herrschaft zurückreichen. Die Hanglagen wurden über die Jahrhunderte hinweg für den Weinbau bewirtschaftet, wodurch der Ort heute Teil des Weinbaugebiets Südsteiermark ist.[2]

Fresing ist heute ein Teil der Gemeinde Kitzeck im Sausal, die 1968 aus den ehemaligen Gemeinden Kitzeck im Sausal, Fresing und Greith gebildet wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Fresing: Einwohnerzahlen von 2001 bis 2025
Jahr  Einwohner
2001
  
289
2011
  
331
2022
  
356
2025
  
344
Quelle(n): City Population, Gebietsstand Juni 2026

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 waren in der Katastralgemeinde Fresing zusammengerechnet 86 Bauflächen mit 32.362 m² und 53 Gärten auf 48.897 m², 1989/1990 waren es 94 Bauflächen. 1999/2000 war die Anzahl der Bauflächen auf 144 angewachsen und 2009/2010 bestanden 124 Gebäude auf 266 Bauflächen.[3]

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 176 Hektar sind es zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt gewesen und 87 Hektar waren forstwirtschaftliche Waldflächen. 1999/2000 ist es auf 178 Hektar Landwirtschaft betrieben worden und 86 Hektar sind es forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen gewesen. Ende 2018 waren 169 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft ist auf 87 Hektar betrieben worden.[3] Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Fresing ist 43,5 (zum Stand 2010).

Neben Weinbau und Forstwirtschaft spielt auch die Haltung von Nutztieren eine Rolle, darunter vor allem Alpakas, die für die Gewinnung von hochwertiger Wolle gezüchtet werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eine Sehenswürdigkeit ist die Ortskapelle zur Unbefleckten Empfängnis (auch Kapelle Fresing). Sie steht unter Denkmalschutz und wurde im Jahr 1859 von der Ortsgemeinschaft erbaut. Unter reger Mitwirkung der Bevölkerung wurde der Sakralbau fertiggestellt und am 1. September 1859 durch den Dechant von Leibnitz eingeweiht. Auf Ansuchen des damaligen Bischofs von Seckau, Graf Maria Ottokar von Attems, erhielt die Kapelle kurz darauf auch die offizielle Messlizenz.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

In Fresing gibt es eine Volksschule. Weiterführende Schulen befinden sich in den nahegelegenen Gemeinden Heimschuh, Großklein, Leibnitz und Deutschlandsberg.

Die Region ist gut an das überregionale Straßennetz angebunden, wobei die nächstgelegene Autobahnauffahrt bei Leibnitz liegt, etwa 14 Kilometer entfernt. Darüber hinaus verläuft die Sulmtal Straße durch Fresing, die eine Anbindung zu den öffentlichen Verkehrsmittel bereitstellt. Die Bahnhöfe von Dietmannsdorf an der Wieserbahn und Kaindorf an der Sulm an der Südbahn sind etwa gleich weit entfernt.

Die Katastralgemeinde verfügt über Glasfaser-Internetanschlüsse, die den Zugang zu schnellen Breitbandverbindungen ermöglichen. Zudem gab und gibt es kontinuierlich Initiativen zum Ausbau von nachhaltigen Energiequellen, insbesondere durch die private Installation von Solaranlagen an den Wohnhäusern.

Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Fresing

Die Freiwillige Feuerwehr Fresing ist eine Institution in der Gemeinde Kitzeck im Sausal.

Tourismus

Eine der Alpakafarms in Fresing

An sportlicher Infrastruktur verfügt der Ort über einen Sportplatz, der hauptsächlich für Fußball genutzt wird.

Durch Fresing führen mehrere Wanderwege, die an das regionale Wegenetz des Sausals und der Südsteiermark angebunden sind. Die Landschaft ist durch das steirische Weinland sowie forst- und landwirtschaftliche Flächen geprägt.

Ein wirtschaftlicher und touristischer Faktor ist die Alpakazucht. Neben der Haltung und Zucht der Tiere werden vor Ort geführte Wanderungen („Alpakaspaziergänge“) sowie die Verarbeitung und der Verkauf der Alpakawolle (u. a. zu Kleidung und Textilien) betrieben.

Südsteirische Himmelfahrtstage

Fresing gilt überregional als bekanntes Zentrum für den Ballonsport in der Steiermark. Der Ort ist jährlicher Austragungsort der „Südsteirischen Himmelfahrtstage“, einer mehrtägigen Heißluftballon-Veranstaltung, die traditionell um das Wochenende von Christi Himmelfahrt stattfindet.[5]

Das Event zieht internationale Teams sowie zahlreiche Besucher in die Region. Neben den sportlichen Wettfahrten und Publikumsfahrten über das südsteirische Weinland gehört das sogenannte „Ballonglühen“ (das abendliche Befeuern der am Boden verankerten Ballone) zu den Kernbestandteilen der Veranstaltung.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. a b Unsere Gemeinde | Gemeinde Kitzeck im Sausal. Abgerufen am 13. Juni 2026.
  3. a b Regionalinformation 31.12.2018. BEV; (bev.gv.at (Memento vom 11. Mai 2019 im Internet Archive))
  4. Kapelle unbefleckte Empfängnis in Fresing | Pfarre Kitzeck. Abgerufen am 13. Juni 2026.
  5. Südsteirische Himmelfahrtstage 8441 Fresing Austria. Abgerufen am 13. Juni 2026 (englisch).

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