Emmerich Zinner

Emmerich Zinner (* 18. Oktober 1900 in Neunkirchen (Niederösterreich), Österreich-Ungarn; † 26. April 1979 in Waidhofen an der Ybbs, Österreich) war ein österreichischer Lehrer und Politiker (NSDAP). Er war von 1939 bis 1945 Oberbürgermeister der Stadt Waidhofen an der Ybbs.

Leben

Emmerich Zinner wuchs als Sohn eines Steueramtsdirektors in St. Peter in der Au auf, besuchte das Untergymnasium in Seitenstetten und die Lehrerbildungsanstalt in Linz. Anschließend war er als Lehrer in mehreren Orten des Bezirks Amstetten tätig, zuletzt in St. Peter in der Au. Dort gründete er 1921 die Ortsgruppe der NSDAP St. Peter in der Au, wo auch sein Bruder Kunibert Zinner (Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste, Gau Niederdonau) lebte. Er wurde wegen illegaler NS-Betätigung mehrmals verurteilt und verhaftet sowie vom Dienst als Lehrer suspendiert. Der neugegründeten NSDAP trat er zum 6. Oktober 1931 bei (Mitgliedsnummer 611.467).[1] Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde Zinner Bürgermeister von St. Peter in der Au und 1939 durch Gauleiter Hugo Jury zum Oberbürgermeister von Waidhofen an der Ybbs ernannt. 1940 wurde er zudem Kreisrat für den Landkreis Amstetten. 1943 annektierte er das Schloss Rothschild für die Stadt Waidhofen.

Nachdem Krieg kam er ins Internierungslager Blumau, das zwischen Göstling und Lunz lag und für ehemalige Nationalsozialisten im Kreis Amstetten bestimmt war. Dort wurde er zur Arbeit im Steinkohlebergwerk Moosau verpflichtet. Anschließend kehrte er nach Waidhofen an der Ybbs zurück, wo er bis zu seinem ableben Tod ungestört lebte.[2]

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/50571553
  2. Niederösterreichische Nachrichten: 75 Jahre Kriegsende: Gräueltaten bis zum letzten Tag. 6. Juni 2020, abgerufen am 29. April 2026.

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