Doris Weller

Doris Beate Weller (* 2. Oktober 1952 in Würzburg; † 14. Juli 2013 in Nürnberg[1]) war eine deutsche Malerin.
Leben
Von 1970 bis 1974 belegte sie ein Studium der Malerei an der Werkschule Würzburg und 1980 bis 1985 ein Studium der Pädagogik, Soziologie, Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit Abschluss Magister.
Ab 1980 war sie freischaffende Künstlerin und beteiligte sich an der Gründung der freien Kunstschule „Kunstquartier“ in Nürnberg. Die Lehre der Kunst spielte für Weller eine zentrale Rolle.[2] Im Kunstquartier standen daher die Schaffung einer pädagogisch fruchtbaren Situation, die individuelle Förderung und die praktische Hilfestellungen sowie die inhaltlich ausgewogene Mischung aus Kunsttheorie/-geschichte und handwerklichen Techniken im Vordergrund.[3] 1995 erfolgte eine Zusammenlegung der Ateliers Klaus Neuper und Doris Weller.
Werke von Weller wurden in Galerien im In- und Ausland ausgestellt. Ihr späteres künstlerisches Werk wurde wie folgt charakterisiert:
„Ihre Vorgehensweise bei der Bildfindung wurde eine grundsätzlich andere, denn in der afrikanischen Kunst entsteht ein Bild nicht im Kopf, sondern Malen ist ein Prozeß, bei dem Bilder aus dem Unterbewußtsein ins Bewußtsein geholt werden: Kunst als Nahtstelle zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein, Verstand und Emotion, Kunst als Mittlerin zwischen den verschiedenen Bewußtseinsebenen und als Mittlerin zwischen den verschiedensten Kulturen.“
Bereits in den 1980er Jahren beteiligte Weller sich an Kultur- und Kunstprojekten in Nigeria. Weller lebte für eineinhalb Jahre in Nigeria und führte Projekte zur Erhaltung traditioneller Wandmalereien mit lokalen Künstlerinnen sowie Tanz- und Malworkshops mit internationalem Publikum durch.[5] Hier ist unter anderem das 1992 vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt Nka Enume[6] zu nennen, bei dem Weller als Projektkoordinator[7] fungierte. 1993 erfolgte die Gründung der Ama Dialog Foundation in Nigeria gemeinsam mit ihrem Mann, dem Musiker und Kulturwissenschaftler Meki Nzewi. In den Jahren 1997 bis 1999 entstand ein Projekt mit traditionellem Maskentheater auf dem Ama Dialog Compound in Nigeria.[8][9] In den Jahren 1998 und 1999 führte Doris Weller gemeinsam mit dem Goethe-Institut Lagos eine internationale Konferenz über Lehmbau durch.
Zu Beginn der 2000er Jahre reduzierte sie ihre Tätigkeit als freischaffende Künstlerin und arbeitete als Heilerin im Bereich Geistiges Heilen und Radionik.
Ausstellungen
- 1990–1995
- Galerie Forum, Nürnberg
- Philipsgalerie, Nürnberg
- Galerie Capillus, Nürnberg
- Otto-Richter-Halle, Würzburg
- Kunsthalle Zellingen
- Galerie in der Förstermühle, Fürth
- Galerie Raeder, Erlangen
- Studio Mc, Glasgow/Schottland
- Spring Gallery, Springfield/USA
- Townhall Dallas/USA
- Goethe-Institut, Lagos/Nigeria
- British Council, Enugu/Nigeria
- Nka Eri Centre, Nsugbe/Nigeria
- 1996–1997
- Iwalewa-Haus, Bayreuth
- Art Gallery, Lauf
- Galerie Bastian, München
- Galerie W, Gunzenhausen
- Centro Friulano Arti Plastice, Udine/Italien
- Kunstverein Erlangen
- Galerie Renate Treinen, Saarbrücken
- Galerie Peter Herrmann, Stuttgart
- Four Seasons Gallery, Wrightwood, USA
- Kultur im Klinikum Fürth, Fürth
- 1998
- Galerie Netolitzky / von Brandt, München
- Galerie Renate Treinen, Saarbrücken
- Atelier Brand, München
Bibliographie
Werkkataloge
- Doris Weller Malerei, Alfred Meyerhuber Skulpturen (1997). Katalog zur Ausstellung in der Galerie Peter Herrmann, Stuttgart, 33S. ISBN 3-00-001494-2
Schriften
- Die Kunst der Lehre der Kunst am Beispiel Wassilij Kandinsky. (1988) Magisterarbeit, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 186 S.
- Zusammen mit Meki Nzewi: Earth view. Mural Painting And Decoration. (1992) Reads & Mark Ltd. In der Sammlung der Smithsonian Institution
- Zusammen mit Meki Nzewi: The Art of Mothers. (PDF; 897 kB) (1998) Glendora Review: African Quarterly on the Arts Vol. 2 No. 3. S. 75 ff.
- Zusammen mit Meki Nzewi: Science of art in African creative cosmos: the Igbo creative logic. (2014) LAP LAMBERT Academic Publishing, Saarbrücken, 212 S., ISBN 978-3-659-18106-1.
Weblinks
- Werke von Doris Weller in der Galerie Herrmann
- Werke von Doris Weller in der Galerie Alfred Meyerhuber
Einzelnachweise
- ↑ Traueranzeige
- ↑ Weller, Doris: Die Kunst der Lehre der Kunst am Beispiel Wassilij Kandinsky. (1988) Magisterarbeit, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 186 S.
- ↑ „Der Erziehungswissenschaftler Dr. Edgar Birzer über das Kunstquartier und die dort praktierte Kunstvermittlung“ ( vom 4. März 2016 im Internet Archive).
- ↑ Archivierte Kopie ( des vom 23. April 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ van den Bersselaar, Dimitri: In Search of Igbo Identity. (PDF; 37 kB) (1998) Universiteitsdrukkerij Universiteit Leiden, Leiden
- ↑ Nzewi, Mechi und Weller, Doris: The Art of Mothers. (PDF; 897 kB) (1998) Glendora Review: African Quarterly on the Arts Vol. 2 No. 3. S. 75 ff.
- ↑ Weller, Doris: Koordinator des Nika Emume Project gefördert von Auswärtigen Amt. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (1998) Glendora Review: African Quarterly on the Arts Vol. 2 Nos. 3&4.
- ↑ Nzwei, Meki und Nzewi, Odyke: A contemporary study of musical arts – informed by African indigenous knowledge systems. Volume Four: Illuminations, reflections and explorations. (2007) African minds, Cape Town, 289 S.
- ↑ Storb, Ilse: Jazz Meets the World – The World Meets Jazz. (2000) LIT Verlag, Münster.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weller, Doris |
| ALTERNATIVNAMEN | Weller, Doris Beate (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Malerin |
| GEBURTSDATUM | 2. Oktober 1952 |
| GEBURTSORT | Würzburg |
| STERBEDATUM | 14. Juli 2013 |
| STERBEORT | Nürnberg |
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.