Daoshi

Wang Chongyang und seine sieben Schüler

Daoshi (chinesisch 道 士) bezeichnet einen daoistischen Meister oder Priester und Priesterinnen des Daoismus. Ab dem 6. Jahrhundert wurde der Ausdruck Daoshi verwendet, um einen Angehörigen des daoistischen Klerus zu bezeichnen. Zugleich bedeutet der Ausdruck, dass es sich um einen professionellen Repräsentanten der daoistischen Kultur handelt.

In der daoistischen Religion bezeichnet der Begriff Daoshi jemanden, der ein bestimmtes Wissen in Bezug auf das Dao hat, in daoistischen Ritualen ausgebildet ist, und der autorisiert ist, dieses Wissen und die Rituale anzuwenden.

Die Inhalte dieses Wissens und der Ritualistik unterscheiden sich, je nachdem in welcher daoistischen Schule sie gelehrt wurden.

Ab der Spätzeit der Sechs Dynastien bezeichnete der Begriff Daoshi religiöse Spezialisten, die einer daoistischen Organisation angehörten. Dadurch grenzten sich Daoisten z. B. vom Buddhismus oder von lokalen Kulten ab. Die Ausbildung als Daoshi war und ist abhängig von Initiation und Training in einer institutionalisierten und autorisierten daoistischen Organisation.

Geschichte

Daoshi auf dem Wudang Shan

Während der Han-Dynastie wurde der Begriff Daoshi zum ersten Mal in Schriften verwendet. Er erschien dort auch als synonyme Bezeichnung für z. B. Fangshi und für daoistische Heilige wie den Zhenren.

Im 5. Jahrhundert versuchten Daoisten wie Kou Qianzhi und Lu Xiujing die Ränge des daoistischen Klerus zu kategorisieren, da im Vergleich zum Buddhismus diese nicht geordnet und eindeutig erschienen.

Ab der Spätzeit der sechs Dynastien erschienen Schriften, die die Rangfolge des daoistischen Klerus und Anforderungen an Daoshi darstellten. Die Daoshi wurden hier auch von untergeordneten Rängen wie den Fashi (Meister des Rituals) und den Dizi (Schüler) unterschieden. Inwiefern solche Schriften jedoch der Realität entsprachen, ist unklar, da sich die Quellen in Bezug auf Hierarchien inhaltlich unterscheiden.

Daoshi gehörten häufig Gebildetenschichten an. In der Tang-Zeit waren viele Daoshi gut ausgebildet und wurden auch von Herrschern und konfuzianischen Beamten geehrt. Ebenfalls wurden in der Tang-Zeit auch Frauen oft als Daoshi ordiniert und in den heutigen Quanzhen-Sekten gibt es immer noch einen weiblichen Klerus.

Heutzutage werden häufig nur Angehörige der Himmelsmeister und des Zhengyi-Daoismus als Daoshi bezeichnet, diese stellen jedoch nur eine bestimmte Richtung dar, in der Daoshi erscheinen.

Literatur

  • Fabrizio Pregadio (Hrsg.): The Routledge Encyclopedia of Taoism. 2 Bände. Routledge, London (u. a.) 2008, ISBN 978-0-7007-1200-7.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.