Cutoff
Der Begriff Cutoff (auch Cut-off) bzw. Toleranzgrenze bezeichnet einen Toleranzwert in der Analytik von Drogen und Medikamenten. Er legt fest, ab wann ein Testergebnis positiv bzw. negativ zu bewerten ist. Der Cutoff ist von der Nachweisgrenze zu unterscheiden.
Sinn und Zweck
Aufgrund der Empfindlichkeit und Genauigkeit heutiger Messverfahren wird in der Analytik von Betäubungsmitteln und Medikamenten ein Grenzwert festgelegt, der gerade so gewählt ist, dass zufällige Kontaminationen wie Passivrauchen und damit „falsch positive“ Resultate vermieden werden. Würde man die volle Empfindlichkeit ausnutzen, so würde beispielsweise bereits das bloße Passivrauchen einer Cannabiszigarette oder das Anfassen eines mit Drogen kontaminierten Geldscheines zu einem positiven Ergebnis führen und könnte unter Umständen auch abstinente Menschen belasten.[1]
Es kann daher durchaus vorkommen, dass ein Testergebnis als negativ gewertet wird, obwohl sich Drogen oder Medikamente finden ließen, sofern man unterhalb des Cutoffs liegt. Bei einem tatsächlichen Konsum entspricht die nachgewiesene Menge der Substanz etwa der zehn- bis tausendfachen Menge des Cutoff-Wertes.
Größenordnung
Der Cutoff ist nur qualitativ international festgelegt, quantitativ kann er sich in jedem Laboratorium unterscheiden. Es gibt empfohlene Grenzwerte vom National Institute on Drug Abuse (NIDA).[2] Sie liegen für die meisten Stoffe in der Regel zwischen 50 und 1000 ng/ml Probe.[1]
In der Straßenverkehrsordnung ist generell ein positiver Drogennachweis als Ordnungswidrigkeit einzustufen, weshalb hier der Cutoff meist bedeutsam niedriger liegt. Hier ist die Stoffmenge von Relevanz, die zu einer Beeinflussung durch die Substanz führen kann. Beispielsweise gilt für Cannabis ein Wert von 1 ng/ml Probe, während die meisten Drogenscreenings einen Grenzwert von ca. 50 ng/ml Probe vorsehen.[3]
Um die Nachweissicherheit zu gewährleisten und somit falsch positive Resultate zu vermeiden, liegt der Cutoff um ein Vielfaches oberhalb der Nachweisgrenze.[2]
Siehe auch
Weblinks
- Ecomed Medizin – Analytik von Drogen und Medikamenten
- Universitätsklinikum Tübingen – Drogenscreening
Einzelnachweise
- ↑ a b Ecomed Medicine: Analytik von Drogen und Medikamenten im Urin
- ↑ a b Universitätsklinikum Tübingen: Drogenscreening im Urin (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive)
- ↑ Drogen-Wissen: Cut-Off
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.