Christian Reger

Christian Reger (* 10. März 1905 in Bruchsal; † 7. November 1985 in Weitmars[1]) war ein deutscher evangelischer Pfarrer. Von 1941 bis kurz vor dem Kriegsende 1945 war er im KZ Dachau inhaftiert.

Leben

Regers Heimat war die Pfalz. Nach seinem Studium der evangelischen Theologie war er 1928 Vikar in Baden 1928 und ab 1931 im Büro des Internationalen Versöhnungsbundes tätig. Ab 1932 Pfarrer von Stieglitz in der Grenzmark Posen-Westpreußen, schloss er sich der Bekennenden Kirche an. Am 28. April 1941 wurde er von den Nationalsozialisten wegen „staatsfeindlicher Äußerungen“ verhaftet. Ab 11. Juli 1941 war er Häftling im KZ Dachau mit der Häftlingsnummer 26661.[2] Er wurde am 3. April 1945 entlassen und wirkte bis 1946 wieder in seiner ehemaligen Gemeinde.[3] Er wurde 1946 Pfarrer an der Petrikirche in Ost-Berlin, 1954 in Kaiserslautern und schließlich 1957 in Sankt Alban. 1959 ging er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.[1] Ab 1967 war er gegen entschiedene Widerstände erster Pfarrer an der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem KZ-Gelände Dachau. „Am meisten Widerstand gegen die Arbeit an der Versöhnungskirche leisten alte Dachauer Einwohner und mit ihnen – unisono – etwa der evang. Pfarrer von Dachau-Ost...“ beschrieb dies Reger im Mai 1967.[4] Vorübergehend wurde er deshalb von dem pensionierten Generalsekretär des evangelischen Jugendverbandes CVJM in Würzburg, Oskar Zeiss, abgelöst. Von August 1970 bis 1978 übernahm er wieder den Dienst an der Versöhnungskirche. Hans Ludwig Wagner folgte ihm im Amt.

Er war in erster Ehe mit Mina Rothenhöfer, in zweiter Ehe mit Irmgard Krüger verheiratet.[1]

Literatur

  • Robert L. Wise: The Bitter Road to Dachau. 2005 (nicht eingesehen)

Einzelnachweise

  1. a b c theologie.geschichte Beiheft 7/2013, universaar – Universitätsverlag Saarbrücken, 2013, S. 298 ff.
  2. Hans-Karl Seeger: Karl Leisner: Priesterweihe und Primiz im KZ Dachau. LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 978-3-8258-7277-9 (google.de [abgerufen am 12. Oktober 2021]).
  3. Reinhold Friedrichs – Blockvater im KZ Dachau auch für Karl Leisner (14). In: IKLK – Internationaler Karl-Leisner-Kreis. Abgerufen am 12. Oktober 2021.
  4. „Bewahrte Betroffene“. In: Süddeutsche Zeitung. 17. April 2017, abgerufen am 12. Oktober 2021.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.