Charles Thompson

Charles Phillip Thompson (* 12. März 1918[1] in Springfield, Ohio; † 16. Juni 2016 in Japan[2]), meist Sir Charles Thompson, war ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, Organist und Arrangeur des Bebop und Swing.

Leben

Thompson begann schon mit zehn Jahren, professionell Klavier zu spielen. Mit 12 Jahren lud ihn Count Basie ein, auf der Bühne mitzuspielen, als er als Pianist der Band von Bennie Moten in Colorado Springs mit dieser bei einer Tanzveranstaltung spielte. Damals bekam er auch seinen Spitznamen „Sir Charles Thompson“ (von Lester Young aus der Band), unter dem er später meist auftrat. In den 1940er Jahren begann er, auch Bebop zu spielen, nahm mit Charlie Parker (z. B. mit Parker und Gordon auf dem Album Takin off, Apollo, neu bei Delmark 1992), Dexter Gordon, J. C. Heard in eigenen Bands auf und war 1944/45 in der Band von Coleman Hawkins und Howard McGhee.

Nach seinen eigenen Worten[3] erlebte er den Einschnitt des Bebop gegenüber dem Swing damals vor allem in der Art, wie Jazz präsentiert wurde – war es vorher vor allem Tanzmusik, ging man danach zu „Jazzkonzerten“ oder in Clubs. War vorher ein guter Rhythmus wichtig, spielten Parker und Dizzy Gillespie „mehr Noten und schneller“, was sie dann Bebop nannten – für ihn als Spieler seien diese Begriffe aber „sehr, sehr unwichtig“. In diesem Interview gab er als unmittelbare Einflüsse weniger Pianisten wie Count Basie an (den er seinen „Mentor“ nannte) als die Saxophonisten Coleman Hawkins und Lester Young. Später spielte er viel Solo in Bars und mit verschiedenen Trios unter seinem Namen.

Thompson war noch 2004 als Pianist aktiv. 2000 brachte er die Trio-Aufnahmen Robbins Nest – Live at the Showcase und 2001 I Got Rhythm – Live at the Showcase heraus (beide bei Delmark Records) und 1984 das Solo-Album Portrait of a Piano. Er lebte in Kalifornien und ab 2002 in Japan bei seiner Frau Makiko.

Als Komponist war er Verfasser des Jazzstandards Robbins Nest, den z. B. Illinois Jacquet interpretierte.

Sammlung

Einzelnachweise

  1. Carlo Bohländer, Karl Heinz Holler, Christian Pfarr: Reclams Jazzführer. 3., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Reclam, Stuttgart 1989, ISBN 3-15-010355-X.
  2. Nachruf in Jazzlives
  3. Interview 2004 (Memento des Originals vom 19. Januar 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allaboutjazz.com allaboutjazz.com

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.