Burg Born
| Burg Born | ||
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Lageplan der Burg Born, dargestellt im digitalen Geländemodell | ||
| Alternativname(n) | Burne, Borre bei Bruggen | |
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Brüggen-Born | |
| Entstehungszeit | 12. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Niederungsburg (Motte mit Vorburg) | |
| Erhaltungszustand | abgegangen | |
| Ständische Stellung | Adel, teils Klosterbesitz | |
| Bauweise | Holz, Stein | |
| Geographische Lage | 51° 14′ N, 6° 12′ O | |
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Die Burg Born war eine hochmittelalterliche Burganlage im Bruchgebiet der Schwalm nahe Born im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen. Von der Anlage sind keine oberflächlichen Reste erhalten.
Lage
Die Burg stand etwa 280 m südlich der Borner Kirche in der Niederung östlich der Schwalm, westlich des heutigen Borner Sees, der über den Kranenbach zur Schwalm entwässert.
Geschichte
Sowohl durch archäologische Grabungen im Jahr 1937 durch Albert Steeger als auch durch urkundliche Aufzeichnungen konnte eine Nutzung vom 12. bis zum 15. Jahrhundert nachgewiesen werden.[1]
Mitte des 12. Jahrhunderts wird die Kirche von Born erstmals erwähnt.[2] Für 1296 ist ein Arnoldus de Burne, Kanonikus der St. Gereon Kirche in Köln urkundlich. Eine Fundmünze König Albrecht I. (römisch-deutscher König von 1298 bis 1308) lässt auf das Bestehen zu Beginn des 14. Jahrhunderts schließen. 1392 werden die von Wevelinghoven durch den Herzog von Geldern mit Haus Born belehnt.[2] 1412 und wieder 1426 ist das Lehen beim Erzmarschall zu Köln Wilhelm to Weutelkauten en to Alfter.[2] 1433 wurde Haus und Hofgut Born an Friedrich von Moers und Sawerden verkauft.[2] Beides fällt mit seinem Tode 1448 an das Kloster St. Pantaleon zurück, den wohl ursprünglichen Grundherren.[2] Danach scheint die Burg nicht mehr genutzt wurden zu sein. Möglicherweise wurde sie schon 1542 zerstört.[3] Wohl im 16. Jahrhundert wurde der Burghügel abgetragen.[2]
Beschreibung
Die Burg ist vom Typ Motte mit einem kreisrunden Turmhügel mit etwa 40 Meter Durchmesser, umgeben von zwei Gräben als Hauptburg und einer rechteckigen Vorburg mit etwa 50 Metern Seitenlänge. Letztere beherbergte Wirtschaftsgebäude, von denen eine Mühle und Bäckerei sowie eine Schmiede und Schusterwerkstatt nachgewiesen wurden. Die gesamte Anlage ruhte auf massiven Eichenpfählen, um im Moor ein stabiles Fundament zu erreichen.[4] Es bestand ein Steg als Verbindung durch das Moor zum Herrenhaus im Dorf (heutiges Haus Strötges). Dieser Steg führte weiter bis zur Kirche St. Peter, wo in der südwestlichen Kirchenmauer ein zugemauerter Eingang zu erkennen ist. Funde von Elmpter und Siegburger Irdenware, Zinngeschirr, Glasbecher und glasierte Ofenkacheln zeugen vom gehobenen Stand der Burgbesitzer.[2] Die Funde waren zumeist Bruchware aus dem Bereich um und in der Vorburg, vermutlich als Abfallreste entsorgt.
Siehe auch
Literatur
- Gudrun Loewe: Haus Born bei Brüggen, Kreis Kempen-Krefeld. In: Bonner Jahrbücher. Band 162, 1962, ISSN 2509-6141, S. 445–454, doi:10.11588/bjb.1962.0.75890 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 13. April 2026]).
- Karl L. Mackes: Haus Born bei Brüggen und seine Besitzer – die Geschichte einer untergegangenen Burg. In: Der Landrat des Kreises Viersen (Hrsg.): Heimatbuch Kreis Viersen 2002. 2002, S. 39–53.
- Curt Tillmann: Lexikon der deutschen Burgen und Schlösser, Stuttgart 1961
Weblinks
- R. Friedrich: Born in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
- Burg Born in der privaten Datenbank Alle Burgen.
Einzelnachweise
- ↑ Karl L. Mackes: Haus Born bei Brüggen und seine Besitzer – die Geschichte einer untergegangenden Burg. In: Der Landrat des Kreises Viersen (Hrsg.): Heimatbuch Kreis Viersen 2002. 2002, S. 39–53.
- ↑ a b c d e f g R. Friedrich: Born in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 9. Mai 2026.
- ↑ Burg Born in der privaten Datenbank Alle Burgen. Abgerufen am 9. Mai 2026.
- ↑ Gudrun Loewe: Haus Born bei Brüggen, Kreis Kempen-Krefeld. In: Bonner Jahrbücher. Band 162, 1962, ISSN 2509-6141, S. 445–454, doi:10.11588/bjb.1962.0.75890 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 13. April 2026]).
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