Benny Begin

Ze'ev Binyamin „Benny“ Begin (hebräisch זאב בנימין "בני" בגין, * 1. März 1943 in Jerusalem) ist ein israelischer Politiker des Likud.
Leben
Benny Begin wurde als Sohn von Menachem Begin und dessen Frau Aliza Arnold (1920–1982) in Jerusalem geboren. Seine Schwestern sind Hasia Begin und Leah Begin. Er ist verheiratet und hat sechs Kinder.[1]

Begin studierte Geologie an der Hebräischen Universität Jerusalem. Nach dem Abschluss arbeitete er am Geological Survey of Israel. 1978 wurde er an der Colorado State University in Geologie promoviert.
Ab 1988 war er Abgeordneter des Likud in der Knesset. 1993 sollte er Jitzchak Schamir als Parteivorsitzender des Likud beerben, unterlag aber Benjamin Netanjahu in der Abstimmung. In Netanjahus Regierung (1996–1999) war er vom 18. Juni 1996 bis zum 16. Januar 1997 Minister für Wissenschaft, Kultur und Sport.
1997 legte Begin aus Protest gegen das Hebron-Protokoll sein Amt nieder. 1999 gründete er mit Unterstützung von Jitzchak Schamir die Partei Cherut – HaTnu’a HaLeumit, die sich in der Nachfolge der von seinem Vater gegründeten Cherut-Partei sah und die mit anderen israelischen Parteien, die den Osloer Friedensprozess und die Teilung der Stadt Hebron ebenfalls ablehnten, kooperierte. Die Partei blieb bei den Knessetwahlen 2003 erfolglos und scheiterte 2006 an der 2-Prozent-Hürde, so dass Begin vor der Knessetwahl 2009 mit seinen Mitstreitern wieder in den Likud eintrat.
Ende 2009 beauftragte ihn Netanjahu mit der Ko-Leitung einer Kommission, die ein von den USA als Voraussetzung für Verhandlungen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde und Partnern in der Region durchgesetztes Siedlungsbau-Moratorium auf „Anpassungen“[2] prüfen sollte, damit während des zehnmonatigen Moratoriums der Bau der Siedlungen im Westjordanland weitergehen könne. Begin erklärte öffentlich, er beabsichtige während des Moratoriums Wohnungen für zusätzliche 10.000[2] Siedler fertigzustellen. Er nutzte ein Schlupfloch, wonach vor dem Moratorium begonnene Bauarbeiten nicht betroffen sein würden, worauf die Siedler in elf Siedlungen eiligst etliche minimale Fundamente anlegten.
Literatur
- Zeev Benjamin Begin in: Internationales Biographisches Archiv 29/2013 vom 16. Juli 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
- Kurzbiografie (englisch)
- Benny Begin auf der Webseite der Knesset (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Benny Begin, Jewish Virtual Library.
- ↑ a b Joseph Croitoru: Das System Netanjahu. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2025, ISBN 978-3-8031-3759-3, S. 164 f.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Begin, Benny |
| ALTERNATIVNAMEN | Begin, Ze'ev Binyamin (vollständiger Name); Begin, Z. B. |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1943 |
| GEBURTSORT | Jerusalem |
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