Banque Cramer

  Banque Cramer & Cie SA
Staat Schweiz Schweiz
Sitz Genf
Rechtsform Aktiengesellschaft
IID 8727[1]
BIC CRAMCHGGXXX[1]
Gründung 1931 / 2002
Website www.banquecramer.ch
GeschäftsdatenVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Daten veraltetVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Jahr fehlt
Mitarbeiter 83 (31. Dezember 2024)
Geschäftsstellen Genf, Zürich, Lugano, Dubai
Leitung
Unternehmensleitung Jérôme Savioz
(CEO)
Reto Kunz
(VR-Präsident)

Die Banque Cramer & Cie SA mit Sitz in Genf ist eine auf die Vermögensverwaltung spezialisierte Schweizer Privatbank.

Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter[2] und verwaltet knapp 4 Milliarden Schweizer Franken Kundenvermögen.[3] Neben ihrem Hauptsitz in Genf verfügt das Bankinstitut über weitere Standorte in Lugano, Zürich und Dubai. Die Banque Cramer & Cie befindet sich vollständig im Besitz der in Genf ansässigen Norinvest Holding SA, die als zweites Standbein eine Mehrheitsbeteiligung an der Golay-Buchel Holding S.A. hält.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1931 durch François Cramer als Vermögensverwaltungsgesellschaft Cramer & Wagnière gegründet und später in Cramer & Cie umbenannt. François Cramer entstammte der seit 1634 in Genf ansässigen Familie Cramer, aus der im Verlaufe der Generationen unter anderem mehrere Bankiers hervorgingen: So beruft sich die heutige Bank Cramer auf ihrer Website auf Pierre Cramer, der 1706 im französische Royal Almanach als einer der wichtigen Bankiere des französischen Königshauses aufgeführt worden ist.

Die Unternehmerfamilie Cramer waren nicht nur als Bankiers tätig, sondern auch einflussreiche Verleger: Gabriel und Philibert Cramer waren direkte Nachkommen von Pierre Cramer und nicht nur als Vermögensverwalter, sondern auch als Verleger vom französischen Philosophen Voltaire bekannt.

Im 2002 folgte der Zusammenschluss der Cramer & Cie mit der CFN Compagnie Financière Norinvest und die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Im März 2003 erteilte die Eidgenössische Bankenkommission der Cramer & Cie SA die Bewilligung als Bank.

Zum 1. Januar 2010 wurde die Banque de Patrimoines Privés Genève BPG SA auf die Bank verschmolzen, welche zuvor zu 100 % von der Norinvest Holding SA übernommen wurde. 2014 wurde die Valartis Bank Schweiz[4] übernommen und 2019 AM&C Finance SA in Lugano.

Im Mai 2014 wurde bekannt, dass die Banque Cramer von der an der SIX Swiss Exchange kotierten Valartis Group AG deren Schweizer Bankentochter, die Valartis Bank AG, sowie die Valartis Wealth Management SA zu 100 Prozent übernimmt.[5] Der Aktienkauf erfolgte in bar; im Gegenzug beteiligte sich die Valartis Group mit rund 25 Prozent an der Muttergesellschaft Norinvest Holding und erhielt je einen Sitz in den Verwaltungsräten der Norinvest Holding und der Banque Cramer.[5][6] Die Transaktion bedurfte der Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) und sollte in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen werden.[6] Anschliessend wurden die Valartis Bank AG und die Banque Cramer zusammengeschlossen; durch die Übernahme verwaltete die Banque Cramer neu Kundenvermögen von rund 4,8 Milliarden Schweizer Franken.[5] Die Integration auf operativer und informationstechnischer Ebene war auf den 1. September 2014 vorgesehen.[7]

CEO ad interim ist seit Sommer 2025 Jérôme Savioz, welcher zuvor CFO der Bank REYL_&_Cie in Genf war. Seit Herbst 2025 amtet zudem der ehemalige UBS Top-Manager und SEBA-Verwaltungsrat Reto Kunz als Präsident des Verwaltungsrates der Banque Cramer. Er hat Massimo Esposito ersetzt, welcher altershalber vom Präsidium zurückgetreten ist.[8]

Ebenfalls 2025 wurde die Banque Cramer zudem das erste Mal in ihrer Geschichte für den Industrie-Award Beste Boutique Bank des Jahres nominiert sowie von Citywire Switzerland als eine der drei besten Boutique Privatbanken ausgezeichnet.[9]

Einzelnachweise

  1. a b Eintrag im Bankenstamm der Swiss Interbank Clearing
  2. 80 Mitarbeiter
  3. Kundenvermögen: 4 Milliarden Schweizer Franken
  4. Valartis Bank Schweiz
  5. a b c Banque Cramer schluckt Valartis Bank. Handelszeitung, 16. Mai 2014, abgerufen am 9. Juni 2026.
  6. a b Valartis Schweiz geht in Genfer Hände über. finews.ch, 16. Mai 2014, abgerufen am 9. Juni 2026.
  7. Verkauf der Valartis Bank an Norinvest-Tochter Banque Cramer erfolgt. Neue Zürcher Zeitung, 29. August 2014, abgerufen am 9. Juni 2026.
  8. Tippinpoint: Banque Cramer: Reto Kunz wird Chairman, Fabian Käslin wird Private-Banking-Chef. Abgerufen am 14. November 2025.
  9. #geneva #zurich #lugano #dubai | Fabian Käslin. Abgerufen am 14. November 2025.

Koordinaten: 46° 11′ 22,1″ N, 6° 9′ 22,3″ O; CH1903: 500991 / 116145

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