ARD Plus
| ARD Plus GmbH
| |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2020 |
| Sitz | Köln |
| Leitung | Ingo Vandré[1] |
| Branche | Medien |
| Website | www.ardplus.de |
ARD Plus ist ein kostenpflichtiges Streaming-Angebot der ARD, mit Inhalten, die aus lizenzrechtlichen Gründen in der ARD-Mediathek nicht mehr angeboten werden dürfen. Es wird betrieben von der ARD Plus GmbH. Sie ist ein Tochterunternehmen der WDR mediagroup, einer Dachgesellschaft, in der alle kommerziellen Aktivitäten des WDR gebündelt sind. Neben dem Angebot ARD Plus betreibt sie eigenständige Streaming-Kanäle. Sie kauft Inhalte und vertreibt sie an eine Vielzahl von Video-on-Demand-Plattformen und Fernsehsender. Seit der Gründung im Jahr 2020 waren Michael Loeb[2] und Ingo Vandré[3] Geschäftsführer. Seit Ende Juni 2026 ist Vandré alleiniger Geschäftsführer.
Inhalte und Abgrenzung
ARD Plus bietet Fernsehfilme, Serien, Shows, Dokumentationen, Kinderprogramme und das Tatort-Archiv. Nach den Bestimmungen des Medienstaatsvertrags dürfen die meisten Inhalte der ARD-Mediathek je nach Genre und Lizenz nur eine bestimmte Zeit lang angeboten werden. Grundsätzlich darf mit dem Rundfunkbeitrag ausschließlich der öffentlich-rechtliche Auftrag finanziert werden. Darüber hinausgehende Angebote müssen zum Schutz des Wettbewerbs auf dem freien Markt refinanziert werden.[4]
Entstehung
Bereits im Jahr 2012 planten das ZDF und kommerzielle Töchter der ARD gemeinsam mit deutschen Fernsehproduktionsgesellschaften eine gemeinsame Video-on-Demand-Plattform mit dem Arbeitstitel „Germany’s Gold“. Das Ziel war ein Angebot, das die Höhepunkte der deutschen Film- und Fernsehproduktion der vergangenen Jahrzehnte zusammenfasst. Das Vorhaben scheiterte an kartellrechtlichen Hürden.[5]
Einen neuen Ansatz verfolgten Verwertungstöchter der ARD im Jahr 2018 in Kooperation mit der Deutschen Telekom; ARD Plus wurde für alle MagentaTV-Kunden kostenfrei zugänglich.[6] Weitere Kooperationen folgten mit Amazon Prime im Jahr 2020 und Apple TV Anfang 2021.
Mittlerweile ist ARD Plus als Kanal von Amazon Prime, Apple TV und für alle Kunden von MagentaTV verfügbar. Außerdem sind ARD-Plus-Inhalte im Bordkino der Deutschen Bahn enthalten und Teil des blue Play-Abos von Swisscom. Seit Ende 2022 werden die Inhalte in dem eigenständigen Kanal ardplus.de angeboten. Darüber hinaus werden Inhalte auf bezahlfreien, werbefinanzierten Plattformen als Kanäle angeboten, beispielsweise ARD Plus Lindenstraße oder ARD Plus Krimi. Im Herbst 2025 erweiterte die ARD Plus GmbH ihre Geschäftsfelder um Programmeinkauf und -vertrieb. Sowohl Programme der ARD als auch die von Partnern und namhaften Lizenzgebern werden über gängige VoD-Plattformen und Fernsehsender vertrieben. Das Portfolio wird durch Akquise und die Koproduktion von Programminhalten stetig erweitert.[7]
Weblinks
- ardplus.de, Netzauftritt
Einzelnachweise
- ↑ https://www.ardplus.de/info/impressum
- ↑ Geschäftsführung und Geschäftsbereichsleitung. WDR mediagroup, abgerufen am 29. Juni 2026.
- ↑ Über uns. ARD Plus, abgerufen am 29. Juni 2026.
- ↑ Neues Streamingangebot: Warum ist ARD Plus nicht kostenlos? tagesschau.de, abgerufen am 19. Januar 2023.
- ↑ Uwe Mantel: Video-Plattform von ARD und ZDF // Kartellamt hat Einwände gegen "Germany's Gold". In: DWDL, abgerufen am 17. September 2025.
- ↑ Inhalte ARD Plus und ZDF select | Telekom Hilfe. Abgerufen am 19. Januar 2023.
- ↑ Timo Niemeier: WDR Mediagroup bündelt Programmvertrieb bei ARD Plus. In: DWDL, 15. September 2025, abgerufen am 17. September 2025.
Michael Müller: Michael Loeb & Ingo Vandré: „Perspektive muss sein, mehr Masse und Größe zu haben“. In: The Spot, 3. April 2025, abgerufen am 17. September 2025.
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