Spinnentiere

Spinnedier

"Arachnida" vom Ernst Haeckel siim Kunstformen der Natur, 1904

Systematik
Underabteilig: Bilateria
ohne Rang: Urmüüler (Protostomia)
Überstamm: Hüütigsdiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliiderfüesser (Arthropoda)
Unterstamm: Chiiferchlauedräger (Chelicerata)
Chlass: Spinnedier
Wüsseschaftlige Name
Arachnida
Cuvier, 1812

D Spinnedier (Arachnida) si e Klass vo de Gliiderfüesser (Arthropoda). Zsämme mit de Pfiilschwanzchräbs bilde si dr Understamm vo de Chiiferchlauedräger (Chelicerata). Zu de Spinnedier ghöre die klassische Spinne, aber au Wäberchnächt, Skorpion, Pseudoskorpion und Milbe (wo d Zägge drbii si).

Körperbau

Ihr Körper isch in zwei Deil iideilt, dr Cephalothorax (Chopfbrustdeil) und d Opisthosoma (Hinderliib). Die Deil chönne dütlig von enander drennt si (z. B. Wäbspinne, Skorpion) oder nit drennt si (Wäberchnächt, Milbe). S markantiste Merkmol si ihri vier Bäärli vo Laufbei, was se näbe ihrem Körper, wo meistens nume in zwei Deil deilt isch, vor allem vo de Insekte underscheidet. Allerdings hai d Larve vo vile Milbenarte nume sächs Bei.

Wiiteri Extremitäte si zu Wärkzüüg wie Giftchlaue, Schere, Taster oder Muulwärkzüüg umbildet. D Skorpion hai e lange Schwanz mit ere Giftstachle. Die meiste Spinnedier si Jeger, wo ihri Büüti mit Gift döde.

Wie alli Gliiderfüesser, wo au d Insekte drzue ghöre, hai d Spinnedier e Strickleiternärvesystem. Ihri Auge si im Unterschiid zu de meiste Insekte, keini Facettenauge, sondern mehreri Punktauge, wo e baar von ene sehr leistigsstark chönne si.

Furtpflanzig

Bi dr Furtpflanzig git s divärsi Variatione. Wil alli Arte mit Usnahm vo dr Wasserspinne an Land lääbe, git s sehr hüfig en inneri Befruchdig mit penisähnlige Strukture (öbbe bi Wäberchnächt). D Männli vo andere Gruppe wie öbbe d Skorpion und die meiste Milbe lege Spermiepaket (Spermatophore) ab, wo vo de Wiibli ufgno wärde. D Männli vo de meiste Wäbspinne fülle ihri Bulbi (lat. „Zwiebel“) in de Pedipalpe an ihrem eigene Gschlächtsorgan oder an Spermatophore, wo si sälber gwobe hai. D Bulbi wärde bi dr Baarig in d Epigastralfurche vo de Wiibli iigfüehrt.

Systematik

Sälli Ornige si enthalte:

  • Milbe (Acari)
  • Geisselspinne (Amblypygi)
  • Wäbspinne (Araneae)
  • Wäberchnächt (Opiliones)
  • Palpeläufer o.a. Tasterläufer (Palpigradi)
  • Pseudoskorpion (Pseudoscorpiones)
  • Kapuzespinne (Ricinulei)
  • Skorpion (Scorpiones)
  • Walzespinne (Solifugae)
  • Geisselskorpion (Uropygi)


E Vereifachts Kladogramm noch Schultz, 1997, zitiert in: The Tree of Life Project, Arachnida. Wiiteri Ufspaltige si mit --||-- aadüütet.

        ┌───────────── Palpeläufer (Palpigradi)
     ┌──┤   ┌───────── Wäbspinne (Aranea)
     │  └───┤   ┌───── Geisselspinne (Amblypygi)
     │      └───┤  ┌ Thelyphonida --||-- Geisselskorpion (Uropygi)
  ┌──┤          └──┴ Schizomida
  │  │            
  │  └─────────────┬ Kapuzespinne (Ricinulei)
──┤                └ Milbe (Acari)
  │
  │          ┌──────── Wäberchnächt (Opiliones)
  └──────────┤  ┌───── Scorpionida --||--Skorpion (Scorpiones)
             └──┤  ┌── Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones)
                └──┴── Walzespinne (Solifugae)

D Wäbspinne, d Geisselspinne, d Thelyphonida und d Schizomida wärden als Tetrapulmonata zsämmegfasst.

Litratur

  • Ax, P. (1999): Das System der Metazoa II. Ein Lehrbuch der phylogenetischen Systematik; Gustav Fischer Verlag.
  • Braddy, S.J., Aldridge, R.J., Gabbott, S.E. & Theron, J.N. (1999): Lamellate implications. - Zoological Journal of the Linnean Society 97: 1-56.
  • Weygoldt, P. & Paulus, H.F. (1979): Untersuchungen zur Morphologie, Taxonomie und Phylogenie der Chelicerata. I. Morphologische Untersuchungen. II. Cladogramme und Entfaltung der Chelicerata. - Zeitschrift für zoologische Systematik und Evolutionsforschung 17: 85-116 & 177-200.
  • Weygoldt, P. (1998): Evolution and systematics of the Chelicerata. - Experimental & Applied Acarology 22: 63-79.

Weblingg

 Commons: Spinnedier – Sammlig vo Multimediadateie
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